Ministranten bauen Krippen

In der Holzschnitzer-Werkstatt von Gerhard Schinner (rechts) und seiner Frau Elisabeth (links) bauten sich die Ministranten der Pfarrei Friedenfels schlichte, beeindruckende Krippen. Mit im Bild Pfarrer Varghese Kamjamala (Zweiter von rechts) und Mesnerin Carola Rebl (hinten, Mitte). Bild: lpp
Lokales
Friedenfels
08.11.2014
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Eine bleibende Erinnerung an ihre Zeit als Messdiener schufen sich die Ministranten der Pfarrei Maria Immaculata Friedenfels. Sie griffen zu Schleifpapier, Pinsel und Farbe und fertigten Krippen.

Zusammen mit Pfarrer Varghese Kanjamala, Mesnerin Carola Rebl und engagierten Eltern bauten die Kinder in der Werkstatt des Holzschnitzers Gerhard Schinner aus Ebnath und dessen Frau Elisabeth in Weihermühle Holzkrippen. Die drei Gruppen gingen mit großem Eifer ans Werk. Zunächst galt es, die vom Ehepaar Schinner aus Lindenholz vorbereiteten Formteile zu schleifen. Hier war Geduld und Fleiß gefragt. Danach wurden die Formteile mit Hilfe von Schrauben und Leim zusammengebaut, so dass ein anmutiger, schlichter Holzstall entstand. Mit Pinsel und Farbe erhielt jeder Krippenstall seine individuelle Note.

Mesnerin Carola Rebl, die sich maßgeblich um die Organisation gekümmert hatte, klebte abschließend die dunkel gebeizten "Steine", ebenfalls aus feinem Holz geschnittene Passstücke, auf die vorbereiteten Wände. Aus der Silhouette des Krippenstalles hatten die Kinder und Jugendlichen einen Stern ausgesägt, der zusammengeleimt, dann noch ein weiteres Schmuckstück ergab. Der Grundgedanke der Aktion war, so Pfarrer Varghese Kanjamala, den Ministranten eine bleibende Erinnerung an ihre Dienstzeit zu schenken. Kalender und so manches Weihnachtsgeschenk hätten oft rasch ausgedient, landeten in einer Ecke. Doch eine Krippe sei etwas Bleibendes. Jeder Ministrant erhält zum Jahresende künftig eine Krippenfigur, die in dem selbst gebauten Krippenstall Platz finden kann, informierte Pfarrer Varghese Kanjamala. Nachdem die Ministranten ja über Jahre hinweg ihren Dienst verrichten, entstehe so eine komplette Krippe, die sie ein Leben lang begleiten könne. Schnitzer Gerhard Schinner lobte die Arbeit der zwei Dutzend Ministranten, die sehr besonnen und ruhig, geschickt und zielstrebig an die Arbeit gingen.
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