Mit Motorsense und Rechen

Hilfe für vom Aussterben bedrohte Tiere und Pflanzen: Mitglieder des Vereins "Kulturlandschaft südlicher Steinwald" griffen bei einem Arbeitseinsatz auf der Orchideenwiese an der Lochermühle zwischen Friedenfels und Wäldern zu Motorsense, Balkenmäher und Rechen. Bild: bsc
Lokales
Friedenfels
25.11.2014
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Ohne die Mitglieder des Vereins "Kulturlandschaft südlicher Steinwald" wären die Landschaften am Fuße des Steinwalds nicht so bunt und viel ärmer an seltenen Pflanzen und Tieren. Mehrfach im Jahr greifen die engagierten Naturschützer bei der Biotoppflege beherzt zu.

Das Anliegen des rührigen Vereins ist es seit seiner Gründung, die Lebensräume vieler gefährdeter Arten, die teilweise sogar auf der Roten Liste stehen, zu erhalten oder wiederherzustellen.

Die Mitglieder von "Kulturlandschaft südlicher Steinwald" kümmern sich um zahlreiche Biotope, Moore, Wiesen und Waldränder. Die beiden eifrigen Vorsitzenden Matthias Schlicht und Robert Mertl verweisen auf Reinigungsmaßnahmen, Rückschneiden oder das Mähen der Orchideenwiese an der Lochermühle (einmal pro Jahr).

Auf dem größten Teil der Wiese, die direkt an der Ortsverbindungsstraße von Friedenfels nach Wäldern liegt, konnten die Helfer einen Balkenmäher einsetzen. In den Randbereichen und an einigen sumpfigen Stellen inmitten des Areals musste mit der Motorsense gearbeitet werden. Anschließend griffen die engagierten Mitglieder zum Rechen. Wie Robert Mertl berichtet, blühte heuer die Orchideenart Breitblättriges Knabenkraut besonders intensiv. Von hohem Wert auch die zahlreichen Gräser, Pflanzen und Moose. An der ungedüngten Feuchtwiese konnten sich von Mai bis Juli zahlreiche Wanderer erfreuen, die zur Grenzmühle unterwegs waren. Nach dem Ende der schweißtreibenden Biotoppflege-Maßnahme, die durch die Untere Naturschutzbehörde gefördert wird, dankten die Vorsitzenden Matthias Schlicht und Robert Mertl den fünf Helfern, die diesmal die Vereinsziele umgesetzt hatten.

Dabei betonten die Verantwortlichen des Vereins "Kulturlandschaft südlicher Steinwald", dass die Maßnahmen mit dem Naturpark Steinwald jedes Jahr abgesprochen werden. Besonders die kollegiale Zusammenarbeit mit Geschäftsführer Ernst Tippmann stellten die beiden Vorsitzenden heraus. Dank zollten Schlicht und Mertl aber auch allen Mitgliedern. Bei den Einsätzen während des Jahres stellen sie unentgeltlich Arbeitsgeräte zur Verfügung. Balkenmäher, Motorsensen, Motorsägen und Kleingeräte müssten sonst nämlich teuer ausgeliehen werden. Zum Dank spendierte der Verein "Kulturlandschaft südlicher Steinwald" auch diesmal eine kräftige Brotzeit und Getränke.
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