Mittendrin statt nur am Rand

Lokales
Friedenfels
12.10.2015
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Die Integration behinderter Menschen soll in den nächsten drei Jahren entscheidend vorankommen. Das ist das ehrgeizige Ziel des "Netzwerks Inklusion Landkreis Tirschenreuth".

Bei der Auftaktveranstaltung in der Steinwaldhalle am Samstag stellten Ehrengäste, Betreuer und Kooperationspartner viele Möglichkeiten und geplante Aktionen vor. Für die wegen der Flüchtlingskrise kurzfristig an der Teilnahme verhinderte Sozialministerin Emilia Müller sprach Michael Höhenberger vom bayerischen Staatsministerium für Arbeit und Soziales. Die angestrebte Barrierfreiheit in Bayern in den nächsten zehn Jahren war für den Amtschef ein wichtiger Mosaikstein in diesem landkreisweiten Projekt.

Im Mittelpunkt der Auftaktveranstaltung stand die Teilhabe behinderter Menschen in den Bereichen Freizeit, außerschulische Bildung und Arbeit. Als Schnittstelle zwischen Theorie und Praxis sowie zwischen den Netzwerkpartnern sah sich Professor Dr. Reinhard Markowetz von der Ludwigs-Maximilians-Universität München, der die wissenschaftliche Beratung des Projekts übernimmt.

Den gelebten Beweis einer gelungen Integration erbrachte bereits während der dreistündigen Veranstaltung die Musikband "The Inclusions" von den Stiftlandwerkstätten St. Elisabeth in Mitterteich. Die sieben Musiker, Behinderte und Nichtbehinderte, entfachten in der gut gefüllten Halle mit ihren rockigen Balladen langanhaltenden Beifall. Projektleiterin Christina Ponader von der Lebenshilfe-Tochter "Offene Behindertenarbeit/Familienentlastender Dienst" zeigte sich am Ende sehr zufrieden von der Auftaktveranstaltung. Dazu beigetragen haben auch die zahlreichen Kooperationspartner, die im Eingangsbereich und Leseraum der Steinwaldhalle ihre Informationsstände aufgebaut hatten. Die Organisationen informierten über ihre Ziele und Möglichkeiten, das "Netzwerk Inklusion Landkreis Tirschenreuth" enger zu knüpfen. (Bericht folgt)
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