Neu, aber originalgetreu

Die Kapelle auf dem Schusterberg erhielt neue Fenster mit Antikglasscheiben. Vor dem Einbau durch Thomas Dietz (rechts) hatte Bernhard Kellner (links) die alten Fenster vorsichtig aus dem Mauerwerk der Kapelle gelöst. Bild: bsc
Lokales
Friedenfels
05.11.2015
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Schreinermeister Thomas Dietz und Bernhard Kellner nutzten die schönen Herbsttage, um der sanierten Kapelle auf dem Schusterberg den letzten "Schliff" zu verpassen.

Nach den aufwendigen Renovierungsarbeiten durch eine Handvoll engagierter Friedenfelser (wie berichteten), fehlte noch der Austausch der zwei Fenster im Altarraum der Kapelle. Der schlechte Zustand war bereits vor einigen Wochen aufgefallen. Thomas Dietz und Bernhard Kellner nahmen sich der Angelegenheit an und kümmerten sich um eine Anfertigung nach altem Vorbild.

Der einst im Ortsteil Frauenreuth beheimatete Schreiner Otto Tretter hatte die Fenster um 1925 gebaut. Sie bestanden aus zehn Einzelteilen und waren oben abgerundet. Diese Sonderform und die speziellen Einzelteile wollten Thomas Dietz und Bernhard Kellner unbedingt erhalten. Das Aufmessen in der Kapelle dauerte deshalb schon einige Zeit, gestand Bernhard Kellner. Schreinermeister Thomas Dietz konstruierte die neuen Fenster aus rustikalem Eichenholz. Gefertigt wurden sie bei der Schreinerei Meier in Thumsenreuth, wo Thomas Dietz als Schreinermeister beschäftigt ist. Im Gegensatz zu den ursprünglichen Fenstern verwendeten Dietz und Kellner diesmal Antikglas, das für eine besondere Atmosphäre sorgt. Das Glas bezog zweiter Bürgermeister Oskar Schuster von der Glashütte Lamberts in Waldsassen. Die ehrenamtlichen Helfer Dietz und Kellner legten bereits bei der Planung großen Wert auf Langlebigkeit, weshalb sie eine Speziallasur verwendeten, die den rauen Witterungsbedingungen am Schusterberg länger standhält. "Schließlich sollen die Fenster die nächsten 100 Jahre halten", meinte Bernhard Kellner. Bürgermeister Gottfried Härtl dankte für den ehrenamtlichen Einsatz. Auch während der Arbeiten vorbeikommende Wanderer waren voll des Lobes.
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