Neue Ideen, daher keine Debatte

Die Kläranlage (Bild) liefert seit geraumer Zeit Gesprächs- und Zündstoff. Gemeinsamer Bau mit Krummennaab oder Neubau einer eigenen Anlage? Da scheiden sich die Geister. Nun gibt es laut Bürgermeister Gottfried Härtl neue Erkenntnisse. Informationen sollen bald folgen. Bild: bsc
Lokales
Friedenfels
12.02.2015
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Hitzige Diskussionen sind vorprogrammiert, sobald das Thema Kläranlagen-Neubau auf den Tisch kommt. Und die erwarteten auch am Mittwoch zahlreiche Zuhörer. Doch die Gemeinderäte vertagten. Denn es gibt neue Ideen.

Die Debatte zum geplanten Kläranlagenbau konnte nicht einmal anlaufen. Thema hätten die sogenannten Einwohnerwerte sein sollen. Doch kurzfristig wurde der Tagesordnungspunkt abgesetzt. "Neue Erkenntnisse über das Vorhaben erfordern diese Maßnahme", sagte Bürgermeister Gottfried Härtl knapp. Zu erfahren war nur: Es gibt neue Anregungen und Ideen, die es zu überprüfen gilt. Bis zur nächsten Gemeinderatssitzung werden die nötigen Informationen eingeholt.

Bürgerversammlung später

Der Absetzung des Tagesordnungspunkts Festlegung der Einwohnerwerte stimmten alle Räte zu. Verschoben wurde dadurch auch die für 25. Februar geplante Bürgerversammlung. Sie soll nun im April stattfinden. Die nächste Gemeinderatssitzung ist am 25. März angesetzt. Weiter vorantreiben wollen die Gemeinderäte das Integrierte räumliche Entwicklungskonzept (IRE). 2013 hatte hier die Gemeinde die Projekte "Sanierung Lehrerwohnhaus" und "Sanierung Freibad" angemeldet. Unter dem Dach der Steinwald-Allianz erhofft sich Friedenfels eine Förderung aus dem Europäischen Fonds für Regionale Entwicklung (EFRE).

Strukturwandel und technischer Fortschritt, aber auch Freizeit und Tourismus stellen zunehmend andere Anforderungen an das Wegenetz. Ausgiebig diskutierten die Gemeinderäte deshalb über das interkommunale Kernwegenetz. Dabei mussten sie sich auf die Wege einigen, die in das Förderprogramm eingebracht werden sollen. Die Vorgaben und das Ziel waren dabei klar: Es soll ein gemeindeübergreifendes Verkehrsnetz erstellt werden, bei dem landwirtschaftliche und forstwirtschaftliche Wege zu genügend breiten Straßen zur vielfältigen Nutzung ausgebaut werden. Die landwirtschaftlichen Maschinen werden immer größer und schwerer, Radwege immer populärer, und viele alte Wege befinden sich in einem schlechten Zustand. Bürgermeister Gottfried Härtl informierte: Die Wege werden befestigt und auf eine Breite von 3,50 Meter erweitert sowie im Optimalfall mit je einem 0,75 Meter breiten Randstreifen versehen. Seitens der Gemeinde wurden mit der Priorität 1 (Ausbau innerhalb der nächsten zehn Jahre) der Lerchenweg in Richtung Kohlbühl sowie die Fortsetzung des Blaslbergs nach Altenreuth und Richtung Wäldern und die Sonnengasse über Unterneumühle vorgeschlagen.

Unfallschwerpunkt

Da die Maßnahmen eine Asphaltierung einschließen, sahen die Räte durch die dann höheren Geschwindigkeiten und das Plus an Verkehr vor allem beim Lerchenweg einen Unfallschwerpunkt bei der Überquerung der Staatsstraße 2121 am sogenannten "Postbergl". Auch Wanderer und Radfahrer, die den Lerchenweg gerne nutzen, würden durch einen Ausbau beeinträchtigt, so die mehrheitliche Meinung im Gremium. Bei zwei Gegenstimmen votierten die Räte letztendlich für Priorität 1 beim Ausbau der Sonnengasse nach Unterneumühle sowie den Blaslberg nach Altenreuth. Die weiteren Anschlüsse zu den Gemeindegrenzen nach Reuth und Erbendorf/Wäldern bekamen die Prioritäten 2 und 3 (Ausbau in 10 bis 30 Jahren).
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