Ohne Segen alles vergebens

Pfarrerin Nadine Schneider (Bildmitte) freute sich über die Geschenke, die Mesnerin Erika Stock (rechts) und Helga Freifrau von Gemmingen-Hornberg (links) überreichten. Bild: roh
Lokales
Friedenfels
07.10.2015
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Die neue Pfarrerin war sehnsüchtig erwartet worden. Und so begrüßten die Gläubigen in der evangelischen Schlosskapelle Friedenfels Nadine Schneider freudig und herzlich.

Die evangelische Gemeinde war froh, dass die Vakanz nun zu Ende ist. Dafür gab es langanhaltenden Applaus. Pfarrerin Nadine Schneider hielt den ersten feierlichen Gottesdienst mit Abendmahl am Vorabend des Erntedankfestes.

In der Predigt wies sie darauf hin, dass alle Ernte, alle Nahrung und alles, was zum Leben gehört, von Gott komme. Ohne seinen Segen wäre alles Schaffen und Tun vergebens. Aber auch das Teilen mit Armen sei wichtig. "Während wir in Europa genug zu essen haben, sind in ärmeren Ländern unzählige Menschen dankbar für einen Schluck Wasser." Mit dem Lied "Nun danket alle Gott" leiteten die Gläubigen über zum Segen. Mit dem entließ die sympathische Pfarrerin die Besucher des Gottesdienstes. Im Anschluss überraschte Mesnerin Erika Stock die Pfarrerin im Namen der evangelischen Kirchengemeinde Friedenfels mit einer exotischen Orchidee und dem Buch "Sehenswürdigkeiten und Wanderziele rund um den Steinwald". Helga Freifrau von Gemmingen-Hornberg überreichte Nadine Schneider ein großes Paket "Friedenfelser Spezialitäten" und wünschte viel Freude bei der Arbeit in Friedenfels.

Kleiner Empfang

Der Brauch, Brot zum Erntedankfest zu schneiden und an die Kirchenbesucher zu verteilen, wurde auch heuer gepflegt. Baronin von Gemmingen hatte dafür gesorgt, dass im Vorraum ein kleiner Empfang mit Erntedankbrot, Würstchen und Getränken zustande kam. Eine Besonderheit ist noch zu erwähnen: Die beiden Geistlichen der katholischen Kirche, Pfarrer Martin und Pfarrer Joseph, gesellten sich dazu. Sie wünschten der neuen Pfarrerin Gottes Segen und viel Freude in ihrem Amt. Die Ökumene habe in Friedenfels einen hohen Stellenwert, bekundeten die katholischen Seelsorger.
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