Projektmanager für die Öko-Modellregion Steinwald will Akzente setzen
Bio in aller Munde

Ronald Ledermüller, Günter Erhardt und Josef Schmidt (von links) vom Projektmanagement der Öko-Modellregion Steinwald freuen sich auf die künftige Zusammenarbeit mit den Biolandwirten und interessierten konventionell wirtschaftenden Landwirten. Bild: bsc
Lokales
Friedenfels
17.11.2014
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Als Gebietsbetreuer für den Naturpark Fichtelgebirge hat Ronald Ledermüller viele Akzente gesetzt. Und das will er auch als Projektmanager für die Öko-Modellregion Steinwald. Wie, das schilderte er jetzt Landwirten.

Die Auszeichnung zur Öko-Modellregion hatte das Staatsministerium für Ernährung, Landwirtschaft und Forsten der Steinwald-Allianz bereits im März dieses Jahres verliehen. In der Schlossschänke informierten jetzt Ronald Ledermüller und seine Mitstreiter Günter Erhardt und Josef Schmidt vom neu geschaffenen Projektmanagement Bio- und konventionell arbeitende Landwirte über das ehrgeizige Konzept.

"Bio-Produkte aus Bayern sollen bis zum Jahr 2020 verdoppelt werden", berichtete Ledermüller die politische Zielvorgabe der Regierung. Das komme Verbrauchern und Landwirten gleichermaßen zugute. "Viele Menschen wollen wegen der Transparenz bei Erzeugung und Verarbeitung zunehmend Produkte aus der Region", wusste Ledermüller.

Unterstützung erhalten die ausgezeichneten Modellregionen, neben der Steinwald-Allianz noch Landkreis und Stadt Neumarkt, Nürnberg mit den Landkreisen Nürnberger Land und Roth, der Waging-Rupertiwinkel und die Gemeinden Buchbach und Schwindegg im Isental, vom Ministerium, vom Amt für Ernährung, Landwirtschaft und Forsten, dem Amt für ländliche Entwicklung , der Landesvereinigung für den ökologischen Landbau in Bayern sowie von der Landesanstalt für Landwirtschaft.

Erweitert wurde mittlerweile auch das Gebiet der staatlich anerkannten Öko-Modellregion Steinwald. Neben Brand, Ebnath, Erbendorf, Falkenberg, Friedenfels, Fuchsmühl, Kemnath, Krummennaab, Neusorg, Pullenreuth, Reuth, Waldershof und Wiesau gehören nun auch die Gemeinden Immenreuth, Kastl und Kulmain dazu.

Als konkrete Ziele schilderte Ronald Ledermüller die zentrale Erfassung und Vermarktung der erzeugten Waren, eine Positionierung in Handel und Gastronomie, die Entwicklung regionaltypischer Ur- und Endprodukte, eine Steigerung der ackerbaulichen Wertschöpfung, die überregionale Vermarktung mit Hilfe des Netzwerks, den Aufbau von regionaler Wertschöpfung jeweils am Einzelprodukt, die Landwirtschaft als zukunftsfähigen Berufszweig sowie die Erhaltung der einzigartigen Kulturlandschaft.

Interessant war eine Untersuchung die Ledermüller dabei aufzeigte. So geben nach seiner Aussage die Bewohner der Öko-Modellregion Steinwald mittlerweile 45 Millionen Euro im Jahr für Lebensmittel aus. "Wenn wir es schaffen, dass zehn Prozent für Produkte aus dieser Region ausgegeben werden, dann wäre das ein dicker Batzen Geld." Dabei setzt der Projektmanger auf die geografisch günstige Lage der Steinwaldregion.

Er stellt sich als Absatzmarkt der Steinwald-Produkte durchaus den Nürnberger Raum vor. "Die ersten Gespräche sind dabei sehr positiv verlaufen." Offen für alle Ideen, Anregungen, Hinweise und Fragen seien deshalb er und seine Mitstreiter. Das Büro der Öko-Modellregion Steinwald steht künftig für alle Interessierten offen und wurde in der Güterverwaltung Friedenfels, Am Schloßberg 5-7, 95 688 Friedenfels, eingerichtet und ist unter 09683/924 259 zu erreichen.
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