Ruhestandsgeistlicher Siegfried Wölfel unterstützt anspruchsvolles Bauprojekt in Indien - ...
Ein Krankenhaus für die Ärmsten der Armen

Hohen kirchlichen Besuch beherbergte dieser Tage der Friedenfelser Pfarrhof: Der Bischof von Kottar, Peter Remigius (Zweiter von links), zugleich Präsident der Alphonsa-Stiftung, informierte seine Freunde Ruhestandspfarrer Siegfried Wölfel (links) und Pfarrer Antony Soosai aus Neukirchen über den Bau des Krankenhauses in Muttom an der Südküste Indiens. Schwester Annemarie (rechts) und die Priester waren beeindruckt von den Bildern, die den Baufortschritt dokumentierten. Bild: bsc
Lokales
Friedenfels
20.05.2015
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Der frühere Bärnauer Stadtpfarrer Siegfried Wölfel, der nun seinen Ruhestand in Friedenfels verbringt, nennt es eine Herzensangelegenheit: Die Hilfe für die Ärmsten der Armen in Indien. Neben seinem "Waisenhaus Siegfried" und einem Kirchenbau unterstützt der agile Ruhestandspfarrer derzeit mit seinem Freund Pfarrer Antony Soosai die Errichtung eines Krankenhauses.

Die Klinik trägt den Namen des Märtyrers Devasahayam Pillai. Entstehen soll in Muttom auch ein Institut für Medizinische Wissenschaften. Der Ort gehört zur südlichsten Diözese Kottar im indischen Bundesland Tamilnadu. Die Diözese hat 540 000 Katholiken, 172 Pfarreien und 230 Nebenmissionsstellen. Es gibt 287 Priester.

Riesengroß war dieser Tage die Freude, als Bischof Peter Remigius, Freund von Pfarrer Siegfried Wölfel und Bauherr des Krankenhaus-Projekts, im Friedenfelser Pfarrhof einen Kurzurlaub verbrachte. Mit dabei Pfarrer Antony Soosai (Pfarrei Neukirchen). Die drei Freunde hatten sich viel zu erzählen. Bischof Peter Remigius ist Präsident der Alphonsa-Stiftung der römisch-katholischen Diözese Kottar.

Im Mittelpunkt stand das Bauprojekt. Deutlich wurde: In Indien fließen für derartige Vorhaben keine staatlichen Zuschüsse. Caritative und vor allem kirchliche Institutionen müssen solche Projekte selbst schultern, informierte der Bischof. Am meisten beeindruckten Ruhestandspfarrer Siegfried Wölfel die vielen Bilder, die Bischof Peter Remigius von der Baustelle mitgebracht hatte. "Jeder Cent ist hier gut angelegt." Der Gesundheitszustand der armen Menschen sei mitleiderregend schlimm, wussten die Seelsorger. 75 Prozent der Menschen leben in 46 umliegenden Fischerdörfern. Mangelnde Hygiene und angegriffene Gesundheit sind ernsthafte Probleme, informierte Pfarrer Antony Soosai, der das Bauvorhaben mit seiner Pfarrgemeinde ebenfalls großherzig unterstützt. Hochwertige medizinische Versorgung in den Städten sei für die Landbevölkerung unerreichbar.

Frohbotschaft

Bischof Peter Remigius: "Unsere Diözese ist sich darüber im Klaren, dass eine erschwingliche, spezialisierte Versorgung nötig ist. Wir haben uns deshalb daran gemacht, diese Klinik zu errichten." Ein Problem sei auch der Mangel an medizinischem Fachpersonal. Ein katholisches medizinisches Institut soll deshalb junge Leute ausbilden, "die die edlen christlichen Werte und den Respekt vor dem Leben vertreten". Sie sollen auch die Frohbotschaft zu den Armen und Kranken bringen, so der Geistliche. "Wir schätzen uns glücklich, dass mit Gottes Gnade und dem Segen des Märtyrers Devasahayam Pillai unsere Anstrengungen einem sehr nützlichen und bedeutenden Projekt dienen."
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