Siegfried Wölfel berichtet von seiner Begegnung mit Schwester Prema, der Nachfolgerin von ...
Von Mut und Optimismus beeindruckt

Über das segensreiche Wirken von "Schwester Maria Prema - Nachfolgerin von Mutter Teresa" sprach Ruhestandsgeistlicher Siegfried Wölfel (stehend) bei einem Besinnungsnachmittag des Müttervereins. Bild: bsc
Lokales
Friedenfels
11.04.2015
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Gut gefüllt war das Jugendheim, als Ruhestandsgeistlicher Siegfried Wölfel vor Mitgliedern des Friedenfelser Frauen- und Müttervereins über die Arbeit referierte, die Mutter Teresa begonnen hatte und nun von Schwester Maria Prema fortgeführt wird.

Bei einem Besuch zusammen mit Bischof Kiro Stojanov von Skopie und dem indischen Bischof Bosco Puthur im Mutterhaus der Missionarinnen der Nächstenliebe, dem Orden Mutter Teresas, begegnete der Referent der Ordensfrau persönlich und konnte deshalb viel erzählen. Angetan war Siegfried Wölfel sofort von der Herzlichkeit und dem zwanglosen Plausch mit der Generaloberin. Wölfel: "Mutter Prema nahm sich trotz ihrer vielen Aufgaben viel Zeit für uns und beantwortete unsere Fragen. Beeindruckt war ich von ihrem Mut, ihrem Optimismus, dem Gottvertrauen und ihrer Bescheidenheit." Als er sie bat, sich neben dem Bild von Mutter Teresa fotografieren zu lassen, lehnte sie zuerst ab: "Ich kann mich nicht mit ihr vergleichen! Sie war eine charismatische Südländerin - ich bin eine nüchterne Deutsche."

Siegfried Wölfel berichtete von ihrer Arbeit in den Slums und den Missionsstationen in Indien, Afrika, Asien und Europa sowie dem Dienst der Nächstenliebe an den Ärmsten dieser Erde. Schwester Prema werde geschätzt und weltweit respektiert. Ausgiebig ging der Geistliche beim Besinnungsnachmittag auch auf die Biografie von "Mutter Prema" ein. "Mechthild Pierick, so ihr bürgerlicher Name, wurde am 13. Mai 1953 im westfälischen Reken geboren. Mit ihrer Zwillingsschwester und ihrem älteren Bruder wuchs sie auf einem Bauernhof auf. Pierick absolvierte eine Ausbildung zur Erzieherin und arbeitete in einem christlichen Kindergarten. Die Begegnung mit Mutter Teresa auf dem Katholikentag 1980 in Berlin machte auf die junge Mechthild einen solchen Eindruck, dass sie noch im Juni desselben Jahres in den Orden eintrat." Den Namen "Mary Prema" habe ihr Mutter Teresa höchstpersönlich gegeben. Nach einer dreijährigen Ausbildungszeit legte Schwester Prema ihr Ordensgelübde ab und arbeitete dann in Rom, Neapel und Madrid, bevor sie nach Kalkutta ging, fuhr Wölfel fort. Von Mutter Teresa in die Ordenszentrale berufen, begleitete Schwester Prema die Friedensnobelpreisträgerin auf Auslandsreisen und diente ihr im Vatikan als Dolmetscherin. Als Schwester Nirmala, die direkte Nachfolgerin der Ordensgründerin, beim Generalkapitel 2009 nicht mehr kandidierte, wurde Schwester Prema zur dritten Generaloberin der Missionarinnen der Nächstenliebe gewählt. Wichtig waren Siegfried Wölfel am Ende des Besinnungsnachmittags drei Gedanken von Mutter Teresa: "Wenn du Gutes tust, werden sie dir egoistische Motive und Hintergedanken vorwerfen; tu trotzdem Gutes. Das Gute, das du tust, wird morgen vergessen sein; tu trotzdem Gutes. Was du in jahrelanger Arbeit aufgebaut hast, kann über Nacht zerstört werden; baue trotzdem."
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