Sonne und Wanderer strahlen

Bei herrlichem Wetter machten es sich zahlreiche Wanderer wie hier an einer Verpflegungsstation auf Wiesen gemütlich. Rast und Getränke lieferten neue Kraft. Bild: roh
Lokales
Friedenfels
14.09.2015
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Rekordbeteiligung? Höchstwahrscheinlich! Zu diesem nicht überraschenden Ergebnis kommen die Veranstalter angesichts der "Prozession", die sich durch die herbstliche Flur bewegte. Noch mehr Naturliebhaber als in den Vorjahren wollten dabei sein.

(roh) Ein guter Ruf, beste Organisation und ein traumhafter Spätsommertag machten den 31. Bierwandertag zu einem überwältigenden Erfolg. Das Herbstfest entwickelte sich wieder einmal zum Großereignis des zu Ende gehenden Sommers in Friedenfels. Zugeparkte Straßen von einem Ende des Ortes zum anderen waren sichtbares Zeichen des enormen Besucheransturms.

Über 4000 Wanderer

Der Turn- und Sportverein, der Kleintierzuchtverein und die Schlossbrauerei freuten sich über mehr als 4000 Wanderer und Naturfreunde, die bei herrlichem Wetter die etwa zehn Kilometer lange Tour um Friedenfels bestens gelaunt in Angriff nahmen.

Die Freude vergrößerten eine gelungene Party am Freitag und die beiden bestens besuchten Festabende am Samstag und Sonntag. Die Vereinsvorsitzenden dankten ihren Mitstreitern für das Engagement bei Vorbereitung und Durchführung dieser Mammutveranstaltung.

Auf den turbulenten Auftakt am Freitag mit der Partyband "Highline" folgte ein lauschiger Samstagabend. Die Menschentraube vor dem Zelt steigerte die Erwartung. Im bis in die Ecken voll besetzten Festzelt hieß Brauereibesitzer Eberhard Freiherr von Gemmingen-Hornberg die Gäste willkommen und wünschte einen unterhaltsamen und erfolgreichen Wandertag. Die Showband "Saxndi" begeisterte eine große, bunt gemischte Fangemeinde. "Zünftig feiern mit vielen Evergreens", hieß die Devise.

Auch am Sonntagabend war der Besuch ausgezeichnet. Nach der Jugendblaskapelle Reuth verstanden es am Abend die "d'Quertreiber" die Feierlaune "boarisch, fetzig, guad" zu befeuern.

Auch Nachtschwärmer

Eingebettet ins Herbstfest war der Bierwandertag auch heuer das Zugpferd. Die Sonne strahlte am Sonntag hell und kräftig und ließ sogar die Nachtschwärmer früh aufstehen. Den Bierwandertag wollten mehr als 4000 Naturliebhaber, Wanderer, aber auch solche, die sonst kaum einen Meter gehen, nicht versäumen. Das Motto: "Dabeisein ist alles."

Der große Wandertag der Region hat inzwischen durch das illustre Teilnehmerfeld Kultstatus erlangt. Treue Gäste machen ihn Jahr für Jahr zum Erfolg. Auch am Sonntag waren Scharen auf dem Weg. Dabei galt es, den langen Aufstieg nach Bärnhöhe zu "bezwingen" - eine Schlange, die offenbar nicht enden wollte. Erst am Rastplatz wurde der Vorwärtsdrang durch Friedenfelser Getränkespezialitäten gebremst. Die Menschenmenge kam ins Stocken.

Frisch gezapft

Vor den Zapfhähnen bildeten sich Schlangen, trotz des Braumeisters, der sich persönlich um das Wohl der vielen Gäste mühte. Das Rote Kreuz und das Jugendrotkreuz waren vor Ort und stellten den Sanitätsdienst sicher. Auf der Wanderstrecke reichten die Helfer feine Suppe.

Nicht nur am wildromantischen Waldrand der "Ölpoint" zeigte sich die herbstliche Natur von ihrer schönsten Seite. Im Uhrzeigersinn führte die Wanderroute die Naturliebhaber rund um Friedenfels, übers Birkenwäldchen hoch zur Bärnhöhe, wo äußerst naturnahe und deshalb wenig bekannte Wege den Marschierern erschlossen wurden.

Zünftig aufgespielt

Die Jugendblaskapelle Reuth spielte im Festzelt vor den Rückkehrern auf. Gegen Mittag war das Festzelt mit den Geselligkeit liebenden Wanderern gefüllt. Der vorbereitete reichhaltige Mittagstisch mit Wildschwein am Spieß fand liebevoll portioniert reißenden Absatz.

Wie in den 30 Jahren vorher gab es für den abgestempelten Wanderpass auch heuer einen edlen Glasmasskrug mit besonderem Motiv. Mehr als 150 Mädchen und Buben nutzten das angebotene Kinderprogramm. Stärkste Wandergruppen waren die Feuerwehr Thumsenreuth, "BHS Weiherhammer" sowie "Nottersdorfer Heisl", die mit Bierpreisen belohnt wurden.
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