Walter Konhäuser sorgt entlang des Radweges zwischen Friedenfels und Reuth für Ruhezonen
Nach Blitzschlag wieder picobello

Ehrenamtliches Engagement für Radfahrer, Wanderer und Einwohner ist das Steckenpferd von Walter Konhäuser. Er betreut seit der Einweihung des Radweges 2009, zwei Ruhebänke, ein Marterl und elf Nistkästen entlang des Radweges Friedenfels - Zainhammer - Reuth. Im Frühjahr und Herbst opfert er viele Stunden dafür. Bild: (bsc)
Lokales
Friedenfels
20.04.2015
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Mit seinem ehrenamtlichem Engagement erfreut Walter Konhäuser vor allem Wanderer und Radfahrer. Er kümmert sich um die Instandhaltung von Ruhebänken, Marterln und Nistkästen entlang des Radweges Friedenfels - Reuth. Genau genommen sind es zwei Ruhebänke, ein Marterl und elf Vogelhäuschen die Walter Konhäuser pflegt.

Im vergangenen Jahr zerfetzte ein Blitzeinschlag eine große Fichte mit "seinem Martel", unter der auch eine seiner "Ruhebänke" stand. Konhäuser staunte nicht schlecht als er am nächsten Tag am Ort des Geschehens vorbeikam.

Ein höllischer Knall

"Es muss einen höllischen Knall gegeben haben", meinte der agile 78-jährige Rentner beim damaligen Anblick des in viele Teile zerfetzten Baumes. Übriggeblieben war nur ein völlig zerborstener Baumstumpf. Rings herum lagen Äste und Holzsplitter verstreut. Auch die Spur des Blitzes konnte Konhäuser verfolgen. Nach dem Einschlag wurde er am Kupferdach des an der Fichte angebrachten Martels abgeleitet und traf die darunter stehende Bank.

Deutliche Brandspuren und tiefe Furchen am Marterl, der Christusfigur und der Bank ließen die elementare Kraft der Naturgewalt erahnen. Da der einstige Ruheort nicht mehr zu gebrauchen war, setzte sich Walter Konhäuser mit der zuständigen Forstabteilung in Verbindung, mit dem Ziel einen neuen Standort für Bank und Marterl zu finden. Den fand er einige 100 Meter hinter dem Sägewerk. An einer windgeschützten Stelle mit langer Sonneneinstrahlung. So wurde Platz für das Marterl und ein Vogelhäuschen geschaffen. Die leicht zurückgesetzte Lage des neuen Standortes am Radweg sei sogar noch besser, erzählt Walter Konhäuser, jedoch musste er für einen perfekten Zugang zu Bank und Marterl, Ausbuchtungen, Kuhlen und einen kleinen Graben verfüllen. Hilfe erhielt er vom Vorsitzenden der Seniorenvereinigung, Erwin Bächer. Der beförderte per Traktor und Anhänger Aushubmaterial und feinen Splitt an den neuen Standort. Viele Stunden investierte Walter Konhäuser anschließend für die Reparatur und Instandsetzung von Marterl und Ruhebank. Auch eine neue Christusfigur für das Marterl kaufte er und wertete sie mit Goldfarbe auf.

Optimal und sauber

Es ist für ihn zur Herzensangelegenheit geworden, dass "seine Anlaufstellen" für Spaziergänger und Wanderer stets in optimalen und sauberen Zustand sind. Jeden Herbst holt er die zwei Ruhebänke zu sich nach Hause, schleift schadhafte Stellen ab und streicht sie neu. Beim Transport und Aufstellen im Frühjahr hilft ihm Bernhard Kellner. Viel Zuspruch erfuhr Walter Konhäuser in den letzten Tagen für sein außerordentliches Engagement. Radfahrer, Wanderer und besonders seine Nachbarn, die bei dem traumhaft schönen Frühlingswetter auf dem Radweg unterwegs sind, waren angetan vom neuen idyllischen Rastplatz. Freuen konnte sich Walter Konhäuser auch über ein Kohlmeisenpaar, welches das neue Vogelhäuschen bereits bezogen hat.
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