Auch das Sterben wird teurer

Der Gemeinderat stimmte dem Bau von drei Buswartehäuschen in der Steinwaldstraße (Bild) sowie in der Siedlung/Waldstraße und an der Mühlstraße/Bärnhöher Straße zu. Bild: bsc
Politik
Friedenfels
18.12.2015
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Im Herbst und Winter sprichwörtlich im Regen zu stehen, das macht keinen Spaß und tut der Gesundheit nicht gut. Die Friedenfelser Gemeinderäte beschlossen deshalb, für Schüler weitere Buswartehäuschen aufstellen zu lassen.

Vor einer Veränderung stehen die Freien Wähler im Gemeinderat: Peter Steinhauser gibt seinen Sitz in der Fraktion zum Jahresende auf. Seinem Niederlegungsantrag stimmte der Gemeinderat am Mittwochabend geschlossen zu. Wie Bürgermeister Gottfried Härtl weiter informierte, wird Listennachfolgerin Edeltraud Kaßeckert angeschrieben und zur nächsten Gemeinderatssitzung geladen. Durch das Ausscheiden Steinhausers müssen auch Ausschüsse neu besetzt werden.

Eine Nachkalkulation für die Jahre 2011 bis 2015 ergab bei den Leichenhausgebühren eine Unterdeckung von 6603 Euro, informierte Kämmerer Bernhard Schmidt. Bei den Grabgebühren zeigte sich eine Überdeckung von 1202 Euro. Nach einer kurzen Diskussion entschieden sich die Räte aufgrund der Wegebauarbeiten in diesem Jahr und der geplanten Erweiterung des Friedhofs mit Urnengräbern im nächsten Jahr für eine moderate Anhebung der Grabgebühren. Künftig kosten ein Kindergrab 12 Euro pro Jahr (bisher 11 Euro), ein Einzelgrab 34 Euro (32 Euro), ein Doppelgrab 77 Euro (72 Euro), jede weitere Grabstelle 38,50 Euro (36 Euro), eine Gruft je Stelle 92 Euro (bisher 87 Euro) sowie ein Urnengrab 34 Euro (32 Euro). Die Leichenhausgebühren bleiben unverändert.

"Maßvoll"


Die Hebesätze für die Grundsteuer A und B steigen um je zehn Prozentpunkte. "Eine maßvolle Anhebung", wie Bürgermeister Gottfried Härtl kommentierte, sei im Zuge der bewilligten Stabilisierungshilfe nötig. Kämmerer Bernhard Schmidt und Bürgermeister Gottfried Härtl rechneten vor: "Ein durchschnittlich großes Anwesen wird durch diese Erhöhung im nächsten Jahr mit rund neun Euro mehr belastet." Die Schlossbrauerei Friedenfels zählt bereits seit einiger Zeit zu den 50 schönsten Brauereien in Bayern, berichtete Eberhard Freiherr von Gemmingen-Hornberg. Die Gemeinderäte und Eigentümer Eberhard Freiherr von Gemmingen-Hornberg stimmten für eine Eintragung des Anwesens in der Gemmingen-Straße 31 in die Denkmalliste. Das Bayerische Landesamt für Denkmalpflege hatte nach einer Ortsbesichtigung die Aufnahme in die Denkmalliste beansprucht. Zustimmung von allen Fraktionen bekam der Antrag der Freien Wähler, an der Schulbus-Haltestelle Steinwaldstraße vor der Abzweigung Kapellenweg eine Unterstellmöglichkeit zu schaffen. An dieser Bushaltestelle sammeln sich all die Schüler, die nach Wiesau, Waldsassen, Tirschenreuth und Marktredwitz fahren. Die Gemeindeverwaltung hatte zur leichteren Entscheidungsfindung für die Räte verschiedene Bauweisen ausgearbeitet.

Drei Wartehäuschen


Bei der Aussprache wurde deutlich, dass im Ort neben den vier vorhanden Bushäuschen noch weitere nötig wären. So einigte sich der Gemeinderat nicht nur in der Steinwaldstraße ein Buswartehäuschen zu errichten, sondern auch in der Siedlung an der Abzweigung Waldstraße sowie in der Mühlstraße an der Abzweigung Bärnhöher Straße. Der Bauausschuss wurde mit der Detailplanung beauftragt. Als Vorbild soll das Bushäuschen in Frauenreuth dienen.
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