Bohrende Nachfragen

Edeltraud Kaßeckert (links) ist seit Mittwoch Mitglied des Gemeinderates. Nach der Vereidigung gratulierte Bürgermeister Gottfried Härtl und hieß die Listennachfolgerin der Freien Wähler im Gremium willkommen. Bild: bsc
Politik
Friedenfels
28.01.2016
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Die beiden "Hauptpunkte" hatten die Friedenfelser Gemeinderäte rasch abgearbeitet. Starke Misstöne brachten jedoch die Anfragen am Ende der Sitzung. Hier gerieten Otmar Zeitler sowie Oskar Schuster mit Bürgermeister Gottfried Härtl aneinander.

Gleich zu Beginn vereidigte Bürgermeister Gottfried Härtl das neue Gemeinderatsmitglied Edeltraud Kaßeckert und hieß sie im Namen aller Räte im Gremium willkommen. Nötig geworden war die Vereidigung nach dem Ausscheiden von Peter Steinhauser. Als Listennachfolgerin der Freien Wähler rückte Kaßeckert in den Gemeinderat Friedenfels nach. Wie ihr Vorgänger ist sie künftig auch Mitglied im Ausschuss "Jugend, Vereine, Schule und Kindergarten" sowie im Haupt- und Finanzausschuss.

Keine Entscheidung gab es am Mittwochabend zur Teilnahme am Kreisentscheid 2016 des Wettbewerbs "Unser Dorf hat Zukunft - Unser Dorf soll schöner werden". Grund: In der Diskussion des Gremiums meinte Otmar Zeitler, dass man nicht mit dem gesamten Ort teilnehmen bräuchte, sondern die Möglichkeit bestünde, sich mit einem Ortsteil zu beteiligen. "Ein Ortsteil, der im Sommer sehr blüht und auch sehr schön gestaltet ist, ist die Siedlung", sagte Zeitler und schlug dessen Beteiligung am Wettbewerb vor. Als Vorsitzender der Siedlervereinigung hatte er bereits Rücksprache mit den dort ansässigen Mitgliedern geführt. Bürgermeister Gottfried Härtl möchte aber auch die restlichen Bürger des Ortsteils befragen und dann eine Entscheidung treffen. Dieser Vorschlag wurde vom Gremium einstimmig angenommen. Aufklärung verlangte Oskar Schuster zu einer Textpassage im Vorwort des gemeindlichen Mitteilungsblattes "Gemeinde aktuell - Ausgabe Januar 2016" von Bürgermeister Gottfried Härtl. Das Thema: Flüchtlinge. Bürgermeister Härtl hatte geschrieben: "Die Unterbringung dieser Menschen und ihre Integration kann nicht emotional durch übertriebene Nächstenliebe oder Ausländerfeindlichkeit gelöst werden, sondern ist mit Vernunft, Geduld und Erhalt unserer rechtsstaatlichen Ordnung anzugehen." Für die ehrenamtlichen Helfer sei diese Aussage beleidigend, argumentierte Oskar Schuster und forderte Bürgermeister Gottfried Härtl auf, eine klare Stellungnahme zu diesem derzeit alles beherrschenden Thema im nächsten "Gemeinde aktuell" abzugeben. Härtl schilderte vor dem Gemeinderat seinen Standpunkt und erklärte die Textpassage.

"Stimmt so nicht"


Nicht unwidersprochen ließ der Bürgermeister den in der Siedler-Jahreshauptversammlung geäußerten Vorwurf der Untätigkeit beim Thema Abwasserbeseitigung (wir berichteten). Otmar Zeitler, Vorsitzender der Siedlergemeinschaft, wiederholte allerdings seine Aussage in der Gemeinderatssitzung. Dazu der abschließende Kommentar von Bürgermeister Gottfried Härtl: "Das stimmt so nicht." Härtl behielt sich eine Stellungnahme zu beiden Themen im nächsten "Gemeinde aktuell" vor.
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