Beim Bauen ans Alter denken

Es wäre wünschenswert, wenn auch in den Landkreis Tirschenreuth etwas von den Geldern für den Wohnungsbau fließen würde.
Vermischtes
Friedenfels
01.04.2016
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"Unsere Bilanz kann sich sehen lassen. Das Leben in unseren Siedlergemeinschaften war ideenreich, blühend und froh", bilanzierte Otmar Zeitler, Kreisvorsitzender des Verbands Wohneigentum. Nicht fehlen durften einige kritische Anmerkungen.

Otmar Zeitler und die Vorstandsmitglieder des Kreisverbands informierten bei der Jahreshauptversammlung im Gasthof "Goldenen Engel" gründlich und umfassend. Mit 4227 Mitgliedern gehören die "Siedler" zu den großen Verbänden im Landkreis. Otmar Zeitler freute sich zu Beginn der Kreisversammlung über die zahlreichen Delegierten der angeschlossenen Siedlergemeinschaften. Zweiter Bürgermeister Oskar Schuster und Werner Zuleger von der gastgebenden Siedlergemeinschaft Friedenfels informierten über Vereinsaktivitäten in Friedenfels.

"Das Jahr war von der Flüchtlingskrise geprägt, einer starken Konjunktur und einem weiter gesunkenen Öl- und Spritpreis", fasste Otmar Zeitler zusammen. Zum Thema sozialer Wohnungsbau wusste der Vorsitzende, "dass 350 000 Wohnungen in Deutschland fehlen". Die Situation werde durch den Flüchtlingszustrom weiter verschärft. "Hier wäre es wünschenswert, wenn auch auf das flache Land und in den Landkreis Tirschenreuth etwas von den Geldern für den Wohnungsbau fließen würde", meinte Otmar Zeitler. Weiter informierte der Kreisvorsitzende, dass sich durch die Umsetzung der Energieeinsparverordnung eine Erhöhung der Kosten von bis zu zehn Prozent beim Bau eines neuen Hauses ergebe. Auch sollte auf eine familien- und altersgerechte Planung geachtet werden.

Einen Schwerpunkt legte der Kreisvorsitzende auf die Diskussion zu den Straßenausbaubeiträgen. Er erläuterte noch einmal die Kernpunkte der Alternativen zur Finanzierung der Kosten. Als Erfolg wertete Zeitler die Unterschriftenaktion des Verbandes. "Der Druck auf die Politik wurde mit unseren 60 000 Unterschriften so groß, dass alle Parteien Vorschläge eingebracht haben, um die Belastungen etwas abzumindern." Otmar Zeitler kommentierte: "Die CSU hat ihren Entwurf zur Straßenausbaubeitragssatzung durchgedrückt. Wir sind aber immer noch der Meinung, dass auch bei dem noch laufenden Verfahren Abänderungen zur Debatte stehen müssen."

Eine Anpassung der Organisationsstruktur im Bezirksverband Wohneigentum an heutige Gegebenheiten sei wichtiger denn je, fuhr Otmar Zeitler fort und setzte sich vehement dafür ein, "dass die Mitglieder im Mittelpunkt stehen müssen und nicht ein Bürobau oder eine überzogene Verwaltung". Der Kreisvorsitzende unterstrich: "Es darf nicht sein, dass bei einem gemeinnützigen Verein über 50 Prozent unserer Mitgliedsbeiträge bei Löhnen, Gehältern und Aufwandsentschädigungen versickern." Im Kreisverband Tirschenreuth habe es viele Aktivitäten gegeben. Bei den gesellschaftlichen Veranstaltungen nannte Zeitler das Neujahrstreffen in Zainhammer, die Herbsttagung in Tirschenreuth, die Radsternfahrt zur Siedlergemeinschaft Thumsenreuth, die Sommerfahrt nach Regensburg, Kelheim und Riedenburg sowie die Fahrt zum Weihnachtsmarkt nach Landshut und Abensberg. Einige Siedlergemeinschaften bekamen wieder Unterstützung bei Anschaffungen. Otmar Zeitler nannte hier die SG Erbendorf mit 50 Euro, die SG Plößberg mit 75 Euro und die SG Pleußen mit 200 Euro. Weiterhin bekam die SG Plößberg 50 Euro als Anerkennung für die Teilnahme am Blumenschmuckwettbewerb 2015 und das Erreichen des ersten Platzes.

Nach Ochsenfurt


Gesellschaftlich sei auch 2016 im Kreisverband wieder einiges geboten, versprach Otmar Zeitler und schilderte die Planungen. So gebe es eine Sommerfahrt nach Ochsenfurt, eine Fahrt zu einem Weihnachtsmarkt, eine Herbst-Tagung zu einem aktuellen Thema und eine Radsternfahrt. Freudig nahm Otmar Zeitler auf, dass sich noch während der Versammlung die SG Wiesau als Veranstalter für die Radsternfahrt 2016 bewarb. Wichtig war dem Kreisvorsitzenden die Ankündigung, dass im nächsten Jahr Neuwahlen des Kreisvorstands anstehen und sich alle Siedlergemeinschaften bereits jetzt Gedanken über die künftige Zusammensetzung der Führungsriege machen sollten. "Lasst uns alle gemeinsam dafür kämpfen, dass sich unsere Arbeit vor Ort weiterhin lohnt." Erfolg bedeute auch steigende Mitgliedszahlen.
Es wäre wünschenswert, wenn auch in den Landkreis Tirschenreuth etwas von den Geldern für den Wohnungsbau fließen würde.Otmar Zeitler
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