CSU Friedenfels will Mitglieder-Offensive starten
Gut aufgestellt, aber noch Luft nach oben

CSU-Vorsitzender Gottfried Härtl nahm neben der lokalen Politik auch die großen Probleme in den Blick. Bild: bsc
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Friedenfels
12.04.2016
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Im Fokus der CSU-Jahreshauptversammlung standen die Wahlen der Delegierten. In der "Schloßschenke" erinnerte Vorsitzender Gottfried Härtl jedoch auch an die Ereignisse im Ortsverband. Über eine gute Beteiligung freute er sich bei den CSU-internen Veranstaltungen. So wurden eine Skifreizeit, eine Landtagsfahrt nach München, ein Grillabend im Freibad, die Besichtigung des Kurzentrums Weißenstadt und eine Winterwanderung nach Zainhammer angeboten.

Forcieren möchte Gottfried Härtl in diesem Jahr die Mitgliederwerbung. Mit den derzeit drei Abteilungen - CSU, Frauen-Union und Junger Union - sei man zwar sehr gut aufgestellt, doch für den Vorsitzenden war hier Luft nach oben. Zudem könnte der Altersdurchschnitt gesenkt werden. Härtl dankte in diesem Zusammenhang seinen 40 Mitgliedern in der CSU, den 16 Mitgliedern der Frauen-Union und den 20 Mitgliedern bei der JU für die stete Unterstützung.

Dieses Lob erweiterte der stellvertretende Kreisvorsitzende Christian Bauer. Er hob in seinem Grußwort die gute Beteiligung an der Jahreshauptversammlung sowie die politische Arbeit des Ortsverbandes hervor. Friedenfels sei hier top aufgestellt, meinte Bauer. Als Eilmeldung hatte er den CSU-Kampf um die Bundestagsmandate (wir berichteten) im Gepäck. Reibungslos verliefen die erforderlichen Wahlen. Zu Delegierten im Stimmkreis wählte der CSU-Ortsverband einstimmig Gottfried Härtl, Harald Heindl und Helmut Schaumberger. Als Ersatzdelegierte stehen Wolfgang Härtl, Uwe Hoffmann und Wolfgang Mühlbauer zur Verfügung.

In einem Ausblick auf das Jahresprogramm kündigte Härtl für den 13. April die Jahresversammlung der Frauen-Union an. Am 16. April folgt eine Dialogkonferenz mit Horst Seehofer in Essenbach. Der Bus fährt ab 7 Uhr in Erbendorf. Am 23. April fährt der Ortsverband zur Burg Falkenberg, hier spricht Monika Hohlmeier.

Rational, nicht emotional in FlüchtlingsfrageNicht unerwähnt ließ Gottfried Härtl bei der CSU-Jahresversammlung das politische Geschehen in Berlin. Eine der größten Herausforderungen für Deutschland und die Parteien sei die derzeitige Flüchtlingskrise, meinte der örtliche CSU-Chef. "Auf der einen Seite erleben wir eine großartige Hilfsbereitschaft in der Bevölkerung, auf der anderen Seite stehen wir vor zunehmend begrenzten Möglichkeiten. Eine realitätsnahe Politik muss das anerkennen. Niemand kann gezwungen werden, mehr zu tragen als er tragen kann", so Gottfried Härtl. Er stellte in diesem Zusammenhang nochmals klar, dass er mit seiner Aussage im Mitteilungsblatt "Gemeinde aktuell" keinesfalls ehrenamtliche Helfer beleidigen wollte, da er als Christ die Bedeutung von Nächstenliebe hoch schätze. Dennoch müsse es in einem demokratischen Land erlaubt sein, seine Meinung zu äußern. Gottfried Härtl hatte im Januar geschrieben: "Die Unterbringung dieser Menschen und ihre Integration kann nicht emotional durch übertriebene Nächstenliebe oder Ausländerfeindlichkeit gelöst werden, sondern ist mit Vernunft, Geduld und Erhalt unserer rechtsstaatlichen Ordnung anzugehen." Diese Aussage sollte in erster Linie ausdrücken, dass eine Lösung des Problems der unbegrenzten Zuwanderung von Flüchtlingen nach Deutschland nicht emotional, sondern rational angegangen werden müsse. "Übertriebene Nächstenliebe, sprich die Aufnahme aller Schutzsuchenden aus der ganzen Welt, egal aus welchem Grund, hilft bei der Eingliederung dieser Menschen in unsere Gesellschaft genauso wenig wie Fremdenfeindlichkeit und Ausländerhass", sagte Gottfried Härtl. (bsc)
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