Dem Nächsten Halt geben

Weit weg von meiner Heimat habe ich eine Familie gefunden, in der ich mich wohl und angenommen fühle.
Vermischtes
Friedenfels
06.05.2016
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"Wir verstehen uns als Weg-, Glaubens-, Bildungs- und Aktionsgemeinschaft für alle Altersschichten", fasste Reiner Gärtner, Vorsitzender der Kolpingsfamilie, zusammen. Spürbar werde das auch beim Jubiläum.

Bereits die Jahreshauptversammlung der Kolpingsfamilie im Vereinslokal "Goldener Engel" stand im Zeichen des 70-jährigen Bestehens. Vorsitzender Reiner Gärtner informierte die Mitglieder über das anstehende Fest und hatte zudem einen umfangreichen Jahresrückblick vorbereitet. Weiter gestiegen sei die Mitgliederzahl. Derzeit gehören 87 Männer und 38 Frauen zur Kolpingsfamilie Friedenfels.

Die stete Steigerung sei auch auf das breitgefächerte Veranstaltungsprogramm zurückzuführen, informierten einige Mitglieder. Reiner Gärtner und sein Vorstandsteam freuten sich während des ganzen Jahres über den guten Zuspruch, wenngleich manche Veranstaltungen zu religiösen Themen noch mehr Interessierte verdient gehabt hätten, meinte der Vorsitzende. Es gab Vorträge und Veranstaltungen zu den Themen Familie, Jugend, Gemeinschaft, Glaube, solidarisches Handeln sowie Arbeit und Beruf. Reiner Gärtner: "Beliebt waren Preisschafkopf, Johannisfeuer, Pfarrfest, die Besichtigung des Backhauses Kutzer, Kegeln, Emmausgang, Familien-Kreuzweg, Dia- und Bildvorträge, das Familienbildungswochenende in Lambach und der Kinderfasching. Gut angenommen worden seien auch wieder die Nikolausbesuche, wusste der Vorsitzende. Wie alle Jahre unterstützte die Kolpingsfamilie caritative und soziale Einrichtungen. Reiner Gärtner dankte den Mitgliedern für die stete Unterstützung bei der Begleitung der gemeindlichen und kirchlichen Ereignisse. "Ob Bürgerfest, Kirchenzüge oder Altkleidersammlung, auf euch war Verlass", lobte der Vorsitzende. Stellvertretend für die vielen Helfer nannte er Bannerträger Alexander Schön, der seit vielen Jahren bei örtlichen und überörtlichen Ereignissen mit der Fahne dem Verein voranschreitet.

Reiner Gärtner: "Seinen Schatten wirft das anstehende Vereinsjubiläum schon jetzt." Am 22. Oktober 2016 feiert der Verein mit den Kolpingsfamilien des Bezirks in der Pfarrkirche Maria Immaculata einen Festgottesdienst zum 70-jährigen Bestehen. Es folgt ein Festabend im Saal des Vereinslokals. Derzeit arbeiten zahlreiche Vorstandsmitglieder an einer ausführlichen Chronik der Kolpingsfamilie Friedenfels. Einladungen und weitere Informationen zum Jubiläum werden den Mitgliedern im Sommer zugestellt.

Keine Einwände hatten die Mitglieder in der Jahreshauptversammlung gegen eine vorgeschlagene Satzungsänderung. Reiner Gärtner: "Veränderungen im Vereinsrecht und Anpassungen an die Satzung von Kolping Deutschland machen eine erneute Änderung unserer 1995 geänderten Satzung erforderlich."

Viel Zuspruch bekam abschließend der im vergangenen Jahr zum Präses der Kolpingsfamilie ernannte Pfarrer Joseph. Der Geistliche wörtlich: "Für mich ist es ein Privileg, in Gemeinschaft mit der Kolpingfamilie zu sein. Weit weg von meiner Heimat habe ich eine Familie gefunden, in der ich mich wohl und angenommen fühle." Pfarrer Joseph dankte für die besonders herzliche Aufnahme und die Ernennung zum Präses der Kolpingsfamilie.

Armut bekämpft


Der Priester erinnerte in seinem Grußwort auch an den Gesellenvater Adolph Kolping, der sagte: "Der Mangel an wahrer Familienliebe und gesunder Familienhaftigkeit ist unsere größte Armut." Diese Armut habe er aber bekämpft. In seinem Gesellenverein hätten die "entwurzelten" Handwerksburschen seiner Zeit wieder etwas von dem Halt zurückgewonnen, der ihnen seit dem Aufbruch von zu Hause genommen worden war. "Hier haben sie wieder etwas von der Sicherheit gespürt, die uns Menschen letztendlich das Leben meistern lässt. In seinem Verein hat Kolping diesen Gesellen das gegeben, was sie am meisten brauchten: Den Halt im Leben sowie in der Familie."
Weit weg von meiner Heimat habe ich eine Familie gefunden, in der ich mich wohl und angenommen fühle.Pfarrer Joseph
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