Den jungen Menschen Halt geben

Pfarrer Joseph (links) ist neuer Präses der Kolpingsfamilie Friedenfels. Beim Gedenktag überreichte Vorsitzender Reiner Gärtner (rechts) die Ernennungsurkunde und überbrachte die Glückwünsche der Diözese Regensburg. Pfarrer Joseph ist der achte Präses in der langjährigen Vereinsgeschichte der Friedenfelser Kolpingsfamilie. Bild: bsc
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Friedenfels
12.12.2015
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Die Kolpingsfamilie Friedenfels bereichert seit vielen Jahren das gesellschaftliche Leben in der Gemeinde. Dabei stehen nicht nur Glaubensthemen im Blickpunkt. Beim Kolping-Gedenktag begrüßten die Mitglieder den neuen Präses Pfarrer Joseph.

Am Beginn der Feier stand ein Gottesdienst in der Pfarrkirche "Maria Immaculata". Pfarrer Joseph beeindruckte bei der Messfeier, die der Friedenfelser Frauenchor musikalisch umrahmte und die die Kolpingsfamilie alljährlich ihren verstorbenen Mitgliedern widmet, mit einer Predigt. Der Geistliche war fasziniert vom Gesellenvater und sagte, Adolph Kolping habe bereits damals erkannt, was den Leuten und Gesellen fehlte: eine Familie.

Mitte in Jesus Christus


Pater Joseph: "Sein Verein hat diesen ungeheuren Erfolg gehabt, weil die Menschen, die zu ihm kamen, spüren konnten, dass sich hinter seinen Aktivitäten mehr verbirgt, mehr als ein Abstellen irgendwelcher sozialer Probleme." Der Geistliche fuhr fort: "Kolping hat die Menschen, die zu ihm kamen, gesammelt, um die gemeinsame Mitte in Jesus Christus. Wo Menschen wirklich eine gemeinsame Mitte haben, da entsteht Gemeinschaft unter ihnen, eine echte Verbindung untereinander. Da wird aus einem Gesellenverein eine Familie, die Kolpingsfamilie." Und das sei es gewesen, was den Handwerksburschen zu Zeiten Kolpings wahrscheinlich am meisten gefehlt habe, so der Geistliche. "Der Mangel an wahrer Familienliebe und gesunder Familienhaftigkeit ist unsere größte Armut", habe Kolping geschrieben. Und diese Armut habe er bekämpft. "In seinem Gesellenverein haben die entwurzelten Handwerksburschen seiner Zeit wieder etwas von dem Halt zurückgewonnen, der ihnen seit dem Aufbruch von zu Hause genommen war. Hier haben sie wieder etwas von Sicherheit gespürt, die uns Menschen im Letzten das Leben meistern lässt", fasste Pfarrer Joseph zusammen. Kolping habe den Gesellen im Verein Halt im Leben gegeben, wie in einer Familie. "Und das ist für mich eine der größten Leistungen Adolph Kolpings überhaupt. Der Mangel an Familie ist unsere größte Verarmung, vor 170 Jahren genauso wie heute." Bei der anschließenden Adventsfeier im Vereinslokal "Goldener Engel" überreichte Vorsitzender Reiner Gärtner an Pfarrer Joseph die Ernennungsurkunde zum neuen Präses der Kolpingsfamilie Friedenfels. Der Generalvikar der Diözese Regensburg hatte sie im Auftrag von Bischof Rudolf Voderholzer ausgestellt und unterzeichnet.

In der Laudatio würdigte Reiner Gärtner besonders das bis jetzt gezeigte Engagement des Geistlichen und hob hervor: "Im Namen des Vorstands und aller Kolping-Mitglieder darf ich sagen, dass wir uns sehr auf die Zusammenarbeit mit Ihnen freuen. Wir nehmen Sie mit offenen Armen auf." Der Vorsitzende wünschte dem neuen Präses einen guten Anfang und viel Freude bei den bevorstehenden vielfältigen Aufgaben und Gottes Segen. Vor Pfarrer Joseph wirkten die Geistlichen Michael Schandri, Albert Sertl, Heinrich Dotter, Felix Meier, Richard Bayer, Klaus Haußmann und Varghese Kanjamala als Präses in der Kolpingsfamilie Friedenfels.

Ehrennadel


Zusammen mit Präses Pfarrer Joseph begrüßte Vorsitzender Reiner Gärtner die neuen Mitglieder Leon und Reinhard Stummreiter, Kai-Jan, Korbinian und Klaus Weidner. Eine Ehrennadel und Urkunde erhielt abschließend Klaus Bächer für seine 25-jährige Vereinszugehörigkeit und Treue zum Kolpingwerk. Den besinnlichen Teil der Adventfeier gestalteten Pfarrer Joseph, Helmut Schaumberger und Reiner Gärtner mit Textbeiträgen sowie Lisa-Marie Schmidt mit ihrem Gitarrenspiel.
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