Edle Falter lieben Fenchel

Große Freude herrscht bei den Unterstützern des Projekts "500 Fenchelpflanzen für den Schwalbenschwanz". Gleich elf Exemplare von Schwalbenschwanz-Raupen (Bild) konnte eine Teilnehmerin aus der Otto-Freundl-Straße auf ihren zehn Fenchelpflanzen beobachten. Mit dem Projekt will der Verein "Kulturlandschaft südlicher Steinwald" das Überleben eines der schönsten heimischen Schmetterlinge fördern. Bild: bsc
Vermischtes
Friedenfels
17.07.2016
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Vor einigen Wochen startete der Verein "Kulturlandschaft südlicher Steinwald" das Projekt "500 Fenchelpflanzen für den Schwalbenschwanz". Der Erfolg blieb nicht aus.

Der "fliegende Edelstein", wie der Schmetterling oft auch genannt wird, gehört zu den schönsten heimischen Schmetterlingen. Robert Mertl, zweiter Vorsitzender des Vereins "Kulturlandschaft südlicher Steinwald", und seine Frau Monika verteilten an einem Samstag an interessierte Bürger und Naturfreunde jeweils bis zu zehn Fenchelpflanzen für den eigenen Garten. Diese hatte das Mitglied Michael Philipp bei der Jahreshauptversammlung des Vereins kostenlos zur Verfügung gestellt. Im Nu war das einzigartige Angebot vergriffen.

Das Überleben sichern


Mit der Aktion will der Verein den Nachwuchs für einen der größten und schönsten heimischen Schmetterlinge fördern. Um sich fortzupflanzen und überleben zu können, ist der Schwalbenschwanz auf bestimmte Pflanzen wie den Gemüsefenchel angewiesen. Auf diesen legt er nämlich besonders gern seine Eier ab, weiß Robert Mertl. Er bat die Unterstützer des Projekts um Rückmeldungen. Zudem konnten die Fenchelknollen von den Projektbeteiligten auch geerntet werden; nur die Wurzel musste belassen werden. Denn so wächst das Kraut wieder nach und die zweite Schmetterlingsgeneration findet im gleichen Jahr erneut frische Pflanzentriebe. Übrigens: Die Schwalbenschwanz-Liebhaber hatten keine Fraßschäden an anderen Gartenpflanzen zu befürchten, da der Falter die Eier nur einzeln ablegt und nie in ganzen Gruppen. Dieser Tage war es nun soweit. Aus dem gesamten Ortsbereich kamen Meldungen und sogar Bilder wurden Robert Mertl übermittelt. Der zweite Vorsitzende schaute deshalb bei vielen Projektunterstützern vorbei und freute sich mit ihnen über die ersten Erfolge. Auffallend war jedoch, so Mertl, dass im Ortsbereich teils gute Ergebnisse vorgefunden wurden, aber aus den höheren Lagen und höher gelegenen Ortsteilen rund um den Erholungsort keine oder nur wenige Rückmeldungen eingingen. Deshalb hofft Robert Mertl mit den Projektunterstützern auf die zweite Generation. "Wir lassen uns nicht entmutigen", so der engagierte Naturschützer. Er verweist darauf, dass erfahrungsgemäß bei der zweiten Generation oft doppelt so viele Falter wie im Frühjahr schlüpfen können.

Gut beobachten


Wichtig ist Projektleiter Robert Mertl aber, dass die interessierten Bürger und Naturfreunde, die im Frühjahr die Fenchelpflanzen mitgenommen haben, weiterhin aufpassen und die Ergebnisse - ob positiv oder negativ - an Robert Mertl melden. "Ein kurzer Anruf oder eine Benachrichtigung genügt", betont der zweite Vorsitzende des Vereins "Kulturlandschaft südlicher Steinwald".
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