Eine Idee mit Folgen

Ortspräses Pfarrer Joseph und Vorsitzender Reiner Gärtner (von links) dankten beim Kolping-Jubiläum zusammen mit Bezirkspräses Pfarrer Martin Besold und Bezirksvorsitzender Martina Mark (von rechts) Josef Schraml, Manfred Wiese, Silke Schraml und Wolfgang Schraml (von links) für ihre langjährige Zugehörigkeit zur Kolpingsfamilie Friedenfels. Neben Urkunden erhielten die Geehrten einen Gutschein für einen Aufenthalt in einer Kolpingferienstätte. Bild: bsc
Vermischtes
Friedenfels
26.10.2016
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In einem beeindruckenden Predigtspiel erinnerte die Kolpingsfamilie Friedenfels an den am 8. Dezember 1813 in Kerpen geborenen Adolph Kolping. Sprecher waren Reiner Gärtner, Helmut Schaumberger und Andrea Schraml. Bild: bsc

Adolph Kolping hat sich auf die Seite der Armen gestellt. "Das müssen auch wir tun", bekräftigte Bezirkspräses Pfarrer Martin Besold beim Jubiläum der Kolpingsfamilie in Friedenfels.

Der unbeabsichtigte "Gleichklang" von kirchlicher und weltlicher Feier brachte dem rührigen Vorstandsteam des Jubelvereins viel Anerkennung ein: Exakt 65 Minuten dauerten der Festgottesdienst in der Pfarrkirche sowie die anschließende weltliche Feier im Gasthof "Goldener Engel". Vorsitzender Reiner Gärtner: "Wir verzichten bei unserem Jubiläum bewusst auf eine abendfüllende historische Rückschau mit Verlesen einer Chronik." Dies hätte man aufgrund der vielfältigen Geschehnisse ganz gewiss unterhaltsam gestalten können, so Gärtner, dem wichtig war: "Bei dieser Feier sollen ein Festvortrag, die Ehrung langjähriger Mitglieder und eine gemütliche Begegnung mit und unter Freunden die Schwerpunkte sein."

Predigtspiel


Gottesdienst und Feier waren ausgezeichnet besucht. Wie ein seidener Faden spannte sich das Jubiläums- und Kolping-Motto "Eine Idee zieht Kreise" durch die kirchliche und weltliche Jubelfeier. Beim Festgottesdienst, den Bezirkspräses Pfarrer Martin Besold aus Erbendorf, Ruhestandsgeistlicher Siegfried Wölfel und Ortspräses Pfarrer Joseph zelebrierten, sprachen die Kolping-Mitglieder Stefan Fischer, Christine Klöble, Markus Mark, Claudia Schmidt, Christine Schraml und Monika Selch Fürbitten. Bei einem Predigtspiel brachten Reiner Gärtner, Helmut Schaumberger und Andrea Schraml den Kirchenbesuchern das Leben von Adolph Kolping und die Aktivitäten der Kolpingsfamilie Friedenfels näher. Im Vereinslokal "Goldener Engel" sagte dazu Vorsitzender Reiner Gärtner: "Damit wollten wir verdeutlichen, dass das Werk Adolph Kolpings in der gesamten Welt verbreitet wurde, dass seine Idee Auswirkungen bis in die heutige Zeit hat, ja, dass seine christlichen Prinzipien nunmehr 70 Jahre in Friedenfels ihre Kreise ziehen."

Bürgermeister Gottfried Härtl bekräftigte: "Die Kolpingsfamilie ist fester Bestandteil und eine verlässliche Stütze im Leben unserer Kirchengemeinde, aber auch innerhalb der politischen Gemeinde. Unser Ort braucht dieses Engagement auch in Zukunft." Dass der Jubelverein eine aktive und lebendige Glaubensgemeinschaft ist, bestätigte auch Bezirksvorsitzende Martina Mark aus Falkenberg. Im Namen des Pfarrgemeinderates und der Kirchenverwaltung überbrachte Vorsitzender Carsten Klöble Glückwünsche. Klöble erinnerte in seinem Grußwort an den großen Ideenreichtum der Kolpingsfamilie und stellte die 70-jährige Bildungsarbeit und das soziale Engagement des "Geburtstagskindes" hervor. Abgerundet wurde das kurzweilige Programm der weltlichen Feier durch die Beiträge des Männergesangvereins "Frohsinn".

Mitmischen


Mit viel Applaus wurde der Festvortrag von Bezirkspräses Pfarrer Martin Besold zum Thema "Eine arme Kirche für die Armen" bedacht. Der Geistliche aus Erbendorf überzeugte mit viel Wissen und meinte: "Selten hat ein Kirchenführer die Menschen so begeistert wie Papst Franziskus. Nicht nur Katholiken sind beeindruckt, dass er Prunk und Ähnliches ablehnt und konsequent für die Armen und Schwachen in der Gesellschaft eintritt." Besold forderte: "Wir müssen uns als Kirche, als Pfarrgemeinde, als Kolpingsfamilie und als Christ auf die Seite der Armen stellen." Vorbildhaft habe das Adolph Kolping getan. "Wir können heute mitmischen, wenn unsere Gesellschaft auf der Suche nach nachhaltigen Formen von Wirtschaft und gerechter Gesellschaft ist. Da müssen wir Christen die Stimme erheben für die Menschen am Rand. Auch müssen wir unseren Lebensstil überdenken. Worauf kann ich verzichten? Was und für wen müssen wir noch mehr tun?"

Verantwortung übernehmen


Der selige Adolph Kolping habe mit dem Gesellenverein den Ausschluss der Gesellen aus der Gesellschaft aufgehoben. Pfarrer Besold: "In der Hinsicht haben wir als Kolpingsfamilie auch heute eine Verantwortung." Der Bezirkspräses wünschte den Kolping-Mitgliedern, "dass sie Kirche inmitten der Häuser sind, für die Armen die Stimme heben, und Menschen, ob arm oder reich, zusammenbringen im Glauben".

MeisterprüfungGespannt hörten die Besucher der Jubiläumsfeier die Worte von Emmeram Trottmann, Förderer und Gönner der Kolpingsfamilie Friedenfels. Er berichtete, wie er in den 50er Jahren Unterschlupf im Kolpinghaus Köln bekam, dort eine Lehre absolvierte und erfolgreich die Meisterprüfung ablegte. Als Zeichen des Dankes überreichte er an den Jubelverein eine Spende. (bsc)


Dank an treue MitgliederZusammen mit Bezirksvorsitzender Martina Mark aus Falkenberg, Ortspräses Pfarrer Joseph und Kolping-Vorsitzendem Reiner Gärtner nahm Bezirkspräses Pfarrer Martin Besold die Auszeichnung langjähriger Vereinsmitglieder vor. In der Laudatio würdigten die Sprecher das Engagement von Silke Schraml und Evi Stummreiter, die für 25 Jahre Mitgliedschaft ausgezeichnet wurden. Für bereits 50 Jahre Treue zur Kolpingsfamilie erhielten Konrad Hoffmann, Josef Schraml, Wolfgang Schraml, Johannes Stich und Manfred Wiese Auszeichnungen und jeweils einen kostenlosen Aufenthalt in einer Kolpingferienstätte. (bsc)
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