Gefühl tiefster Verbundenheit

Die Gäste der Adventsfeier fühlten sich prächtig unterhalten. Kleine Geschenke zum Abschluss, ein blühender Weihnachtsstern und von der Schlossbrauerei gestiftete Biere machten den Abschied leichter. Bild: roh
Vermischtes
Friedenfels
19.12.2015
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Adventliche Klänge von der Stubnmusi, humorvolle und besinnliche Beiträge sowie einige zusammen gesungene Lieder. Ja, so hatten sich die Mitglieder der Seniorenvereinigung Friedenfels die Adventsfeier vorgestellt.

Auf der Veranda im Gasthof "Goldener Engel" blieb bei der Adventsfeier der Seniorenvereinigung kein Platz frei. Das freute nicht nur Vorsitzenden Erwin Bächer. Das Programm überzeugte. Bei der Bewirtung erwiesen sich die Seniorenvereinigung und Wirtin Carola Mitlmeier als perfekte Gastgeber. Gelegenheit zum persönlichen Gespräch mit den Tischnachbarn gab es reichlich bei Kaffee und Kuchen.

Vorsitzender Erwin Bächer gratulierte allen, die im Dezember Geburtstag haben. Allen Kranken wünschte er gute Besserung. Lucia Schmidt hieß die Runde als neues Mitglied willkommen.

Zwiesprache


Anrührend die Überlegungen zu "Stille Nacht, heilige Nacht" seitens des Vorsitzenden. "Das Durchschreiten des Eisentores am Friedhof erweckt in mir ein Gefühl des Friedens", sinnierte Erwin Bächer und gewährte Einblick in die "weihnachtliche Seele". "Ich halte Zwiesprache mit den Eltern, ein tiefes Gefühl der Verbundenheit mit den lieben Verstorbenen durchströmt mich." Bächers Dank galt Petra Bannert und Reinhard Schwarz von der Stubnmusi, die mit feinen Saiten- und Akkordeonklängen die adventliche Stimmung im Saal verstärkten. Bei der Adventsfeier stellte sich die evangelische Pfarrerin Nadine Schneider vor. Ihre Geschichte von der Weihnachtsgans mit Wiener Charme sprach alle an: Zwei ältere Damen brachten es nicht übers Herz, die lebend erworbene Gans daheim zu töten. So versuchten sie es mit Schlaftabletten. Aber am nächsten Tag spazierte das erwachte gerupfte Tier frierend aber schnatternd ins Zimmer - und lebte noch sieben Jahre. Der katholische Pfarrer Joseph streute christliche Gedanken ein und mahnte, Gottes Geschenke seien diejenigen, die zählten.

Dritte Bürgermeisterin Lisa Rauh dankte dem fleißigen Vorstandsteam der Seniorenvereinigung, die stets mit einem ansprechenden Programm erfreue. Sie setzte sich kritisch, aber sehr unterhaltsam mit der ausufernden Reklame fürs Weihnachtsfest auseinander, die immer früher im Jahr die Gläubigen belästige. Das verschiebe sich soweit, dass vielleicht schon 2030 der Maibaum gleich als Weihnachtsbaum umfunktioniert werden könne. "Auf 2040 freuen wir uns. Die Aussichten sind wieder günstiger. Die Werbung wird soweit vorgezogen, dass sie wieder auf Weihnachten trifft."

Zwei Tage vor Weihnachten, "und ich hob no koin Bam", klagte zweiter Vorsitzender Josef Wendl in Gedichtform; und alle bedauerten ihn. Am Ende bekamen alle Erzähler kräftigen Beifall.
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