Glanzvolles Gemeinschaftswerk

Vermischtes
Friedenfels
13.12.2015
524
0
 

Das Wetter war nicht optimal und eines Weihnachtsmarktes unwürdig. Es war nasskalt. Und doch kamen sehr viele Besucher.

Das Weihnachtsdorf im Ökonomiehof und rund um die historischen Gemäuer des Schlossbergs bis hin zum Dorfladen präsentierte sich wieder als ausgezeichneter Gastgeber. Der Weihnachtsmarkt im Erholungsort hatte große Anziehungskraft. Bürgermeister Gottfried Härtl freute sich bei der Eröffnung am Samstag und dankte den vielen freiwilligen Helfern für ihr Engagement bei den Vorbereitungen.

Dass der Friedenfelser Weihnachtsmarkt eine Gemeinschaftsleistung der Einwohner ist, bewiesen gleich zu Beginn der Männergesangverein "Frohsinn" mit seinen stimmgewaltigen Senioren und das Friedenfelser Kinderhaus. Die Zuhörer aller Altersschichten, die sich rund um die Bühne versammelt hatten, genossen die vorweihnachtlichen Klänge und Gedichte und freuten sich bei den Liedern und Textvorträgen der beiden Gruppen auf die schönsten Wochen des Jahres.

Regionale Produkte


Nach der Eröffnung schlenderten die Besucher durch das Weihnachtsdorf und erkundeten an den 38 Verkaufsbuden das breite Angebot. Kunsthandwerker, die alle mit regionalen Produkten aufwarten, gaben dabei bereitwillig Aufklärung und informierten über die Herstellung ihrer kunstvollen Arbeiten. Ob Krippen oder Schnitzereien, Schmuck, Porzellanmalerei, Weihnachtsschmuck, Gestecke, Dekorationsartikel aus Wachs oder Metall, an Geschenkideen herrschte kein Mangel und die verschiedensten Angebote fanden ihre Abnehmer.

Krippe in der Garage


Besonders angenehm empfanden viele Besucher die lockere Aufteilung der Verkaufsstände. Die Aussteller boten ihre Waren in teils halboffenen Weihnachtsbuden oder schönen Holzhütten dar. Einen großen Zulauf hatte in diesem Jahr der angrenzende Pfarrhof. Pfarrer Siegfried Wölfel hatte hier zusammen mit Krippenbaumeister Heinrich Brunner eine große Krippe in der Pfarrgarage aufgebaut.

Lange verharrten oft deshalb die Besucher und erfreuten sich an der weihnachtlichen Atmosphäre. Das Durchstreifen des Weihnachtsdorfes mit all seinen Nischen, beheizten Räumlichkeiten, Dorfladen und Felsenkeller wurde mit tausenden Lichtern zudem in eine besondere Szene gesetzt. Alles andere als alltäglich waren die kulinarischen Angebote. Dazu gehörten Geräuchertes vom Wild, Wildsalami und "Wildburger" aus dem Steinwald, die von den Jägern und Mitarbeitern der Friedenfelser Betriebe verkauft wurden, Dotsch mit Apfelmus und warmes Wildgulasch von den Frauenreuther Sportschützen, Kartoffelchips vom Freibad Förderverein und der Theatergruppe sowie kleine Köstlichkeiten aus dem Backofen vor dem Dorfladen.

Neben Bratwürsten mit Kraut aus dem TSV-Verkaufsstand wartete die Friedenfelser Partnergemeinde Raggal mit Bergkäse, Bienenhonig, Schmalz und Butter auf. Wetterbedingt waren auch die Verkaufsstände mit wärmenden Getränken gefragt und zählten zu den geschätzten Anlaufpunkten: "Bei uns war der Glühwein ein Renner", berichteten die Damen des Müttervereins, die vor ihrem Verkaufsstand an den Stehtischen das Getränk vertrieben.

Uriger Felsenkeller


Doch auch die anderen Heißgetränke - wie etwa warmer Tee und Kaffee im beheizten TSV-Verkaufsraum - fanden einen guten Absatz. Ein große Ausstrahlungskraft hatte wie eh und je der urige Felsenkeller unter dem Dorfladen. Alt und Jung saßen hier um das Lagerfeuer bei einem Limo oder einen "Wintertrunk" der Schloßbrauerei zusammen.
Schon dabei? Hier anmelden!
Schreiben Sie einen Kommentar zum Beitrag:
Spam und Eigenwerbung sind nicht gestattet.
Mehr dazu in unserem Verhaltenskodex.