Jahreshauptversammlung der Zweckgemeinschaft Steinwaldloipe
Voll in der Spur

Treue Dienste, obwohl bereits in die Jahre gekommen, leistete im vergangenen Winter der Pisten-Bully der Zweckgemeinschaft Steinwaldloipe. Viele Langlauffreunde genossen die optimal gespurten und betreuten Loipen im Naturpark (im Bild die Zubringerstrecke vom "Eisenbahnerhaus" aus Richtung Friedenfels). Bild: bsc
Vermischtes
Friedenfels
10.11.2016
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Optimale Bedingungen bot der Steinwald Skilangläufern - wenn auch nur kurz - im Winter 2015/16. Die Freunde der schmalen Bretter wussten das umfangreiche Loipennetz im Naturpark zu schätzen. Zu verdanken ist das der Zweckgemeinschaft Steinwaldloipe.

Die Zweckgemeinschaft Steinwaldloipe informierte am Dienstagabend die Mitglieder in der Jahreshauptversammlung in der "Schlossschänke". Zu Beginn der Zusammenkunft freute sich der Vorsitzende, Fuchsmühls Bürgermeister Wolfgang Braun, dass bis auf Pullenreuth alle Mitgliedskommunen und Organisationen Vertreter entsandt hatten, unter ihnen die Bürgermeister Hans Donko (Erbendorf), Gottfried Härtl (Friedenfels), Gisela Kastner (Waldershof), Ernst Neumann (Pechbrunn) sowie erstmals Stefan Kirsch vom Projektmanagement Fremdenverkehr der Stadt Marktredwitz. Auch die Förster mit ihren Revieren im Bereich der Loipen, Eckhard Deutschländer, Carsten Klöble und Jens Ullmann, waren der Einladung gefolgt.

Hand in Hand


In seinem Jahresbericht lobte Wolfgang Braun die gute Zusammenarbeit mit den Kommunen, der Bergwacht sowie mit dem Staatsforst, dem Friedenfelser Forstbetrieb und dem Forstrevier der Stadt Augsburg. Gute Schneebedingungen herrschten über vier Wochen, so dass die Skilanglaufsportler vor allem im Bereich um das Waldhaus auf ihre Kosten kamen, wusste der Vorsitzende. Fast abgeschlossen sind die Vorarbeiten für die bevorstehende Wintersaison, fuhr der Vorsitzende fort. Zahlreiche Gräben, Unterläufe und Rückegassen entlang des gesamten Loipennetzes sind instandgesetzt. Im Bereich Pullenreuth wurde das letzte Teilstück einer neuen Trasse entlang der Forststraße angelegt, informierte Carsten Klöble von den Staatsforsten. Bei der Aussprache versicherte auch der Vertreter des Friedenfelser Forstbetriebs, Jens Ullmann, das Loipennetz im Winter weitgehend unberührt zu lassen. Der Einschlag von Bäumen in den Loipenbereichen sei bis dahin abgeschlossen. In den nächsten Tagen erfolgt die abschließende Kontrolle der Loipenbeschilderung. Obwohl der vergangene Winter kurz war, musste die Zweckgemeinschaft Steinwaldloipe 14 059 Euro schultern. Nach Aussage von Wolfgang Braun waren darin auch die Beschaffung eines neuen Flyers mit dem Streckenplan der Steinwaldloipe sowie die Betriebs- und Unterhaltungskosten des Pisten-Bullys enthalten. Finanziert werden die Ausgaben durch die Umlagebeiträge der beteiligten Kommunen, Erbendorf, Friedenfels, Fuchsmühl, Pechbrunn, Pullenreuth, Waldershof, Wiesau, und den Naturpark Steinwald. Applaus unter den Anwesenden brachte die Aussage von Wolfgang Braun, dass die Stadt Marktredwitz, die vor zwölf Jahren den Zweckverband verlassen hatte, in diesem Jahr 1000 Euro als Spende für die Steinwaldloipe beigesteuert hat. Die Wintersaison 2015/16 sei unfallfrei verlaufen, berichteten die Bergwachtmitglieder Markus Wührl und Arno Sattler. Sie beklagten, dass bei den Kontrollen entlang des Loipennetzes mehrmals der Inhalt der Rettungsboxen fehlte. Zudem waren die Rettungsboxen von einigen Zeitgenossen als Müllabladestelle missbraucht worden. Die Bergwacht bittet deshalb künftig um Hinweise. Zum Thema Rettung informierte Wolfgang Braun, dass im Netz der gesamten Steinwaldloipe nur noch die Notrufnummer 112 Gültigkeit hat. Die 19222 wurde abgeschaltet.

Nach der Möglichkeit einer stets tagesaktuellen Schneeberichtsmeldung von der Steinwaldloipe erkundigte sich Stefan Kirsch. Der Vertreter der Stadt Marktredwitz führte hier das Beispiel des "Nordic Parc Fichtelgebirge" an, wo nach Beendigung der Spurfahrten die Fahrer der Pisten-Bullys den Zustand der Loipen im Internet vermerken. Wolfgang Braun gefiel diese Anregung. Er will eine Umsetzung prüfen.

298 StundenAn 22 Tagen fanden Spurfahrten mit dem Pisten-Bully statt. Wolfgang Braun, Vorsitzender der Zweckgemeinschaft Steinwaldloipe, dankte den beiden Fahrern Emil und Heinrich Denz, die das 50 Kilometer lange Streckennetz zwischen Friedenfels, Pullenreuth und Pechbrunn zuverlässig spurten und betreuten. An den Spurtagen waren sie zwischen zwei und neun Stunden mit dem Pisten-Bully unterwegs. Zusammengerechnet verbrachten sie 298 Stunden im Cockpit des Kettenfahrzeuges, informierte Wolfgang Braun. Dazu kamen im Vorfeld Arbeitseinsätze an Spurfahrzeug und Geräten. (bsc)
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