Kneipp-Tag in der Wichtelstube des Friedenfelser Kinderhauses
Kneippen im Kinderhaus

Große Freude bereitete den Kindern der erste Kneipp-Tag im Friedenfelser Kinderhaus. Im rötlich gefärbten Wasser waren Glaskugeln eingelegt, die von den Kindern gegriffen werden mussten. Pia Würstl (hinten rechts) und Marion Weiß (links) bringen den Kindern in den nächsten Wochen die Lehren von Sebastian Kneipp näher. Bild: bsc
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Friedenfels
25.02.2015
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Im Wasser planschen - welches Kind liebt das nicht. Aber der Kneipp-Tag in der Wichtelstube des Friedenfelser Kinderhauses war auch lehrreich.

Anna, Carina, Damian, Josua, Leila, Leon und Vincent waren begeistert. Der erste Kneipp-Tag war so ganz nach ihrem Geschmack. Spielerisch führten Pia Würstl, die Leiterin der Kinderkrippe, und Kinderpflegerin Marion Weiß die jüngsten Besucher des Kindergartens in die Lehren von Sebastian Kneipp ein.

Kneipp-Anwendungen sind auch für Kinder hervorragend geeignet, weiß Pia Würstl, die die Eltern umfassend informiert hatte. Bedingt durch die mittlerweile vielen Aktionen der Kinderkrippe und des Kindergartens, wie Wassertag, Obst- und Gemüseteller sowie die Arbeiten rund um das Hochbeet, kam die Idee zur "Gesundheitserziehung nach Sebastian Kneipp".

Die Kinder der Kita seien offen und neugierig, sagt Pia Würstl. Familie und Kinderkrippe seien elementare Lebensbereiche des Kleinkindes. Das Kind erfahre Geborgenheit. Werte, Normen und Einstellungen würden vermittelt. "Die Kinder haben ein gutes Gespür für ihren Körper, für ihre Bedürfnisse." Würstl weiter: "Dies zu unterstützen und für ihr weiteres Leben bewusst zu machen, sehen wir als unsere Aufgabe." Und so ist jetzt immer dienstags Kneippen angesagt.

Gesundheitsbewusst

Die Kinder sollen möglichst früh die Grundlagen zur gesunden, naturgemäßen Lebensweise auf spielerische Art erwerben und gesundheitsbewusstes Verhalten durch Vorbilder sehen und dies üben können, erläutert die Leiterin der Kinderkrippe. "Unser Ziel ist es, die Persönlichkeitsentwicklung der Kinder positiv zu beeinflussen, so dass sie auf Dauer verantwortlich mit ihren individuellen Gesundheitsressourcen umzugehen lernen." Dass der erste Kneipp-Tag ein besonderes Erlebnis wurde, dafür hatten Pia Würstl und Marion Weiß schon im Vorfeld gesorgt. Alle Kinder bekamen einen Kneipp-Beutel, selbst gestrickte Socken, ein kleines Gästehandtuch und eine Massagebürste. Los ging es mit Wechselarmbädern in 34 Grad warmem und 15 Grad kaltem Wasser. Zum spielerischen Lernen gehörten auch farbiges Wasser - rot fürs warme und blau fürs kalte Wasser. In den großen Schalen hatten Würstl und Weiß zudem Glaskugeln platziert, die die Kinder greifen mussten. Nach rund drei Minuten im warmen Wasser folgten fünf Sekunden im kalten Wasser. Der Wechsel machte den Kindern riesigen Spaß. Bei den nächsten Kneipp-Tagen folgen weitere Anwendungen: Wechselfußbäder, Arm- und Kniegüsse, Wassertreten, Taulaufen, Trockenbürsten, Massagen und Entspannungsübungen.

Seelisches Wohlbefinden

Kneippen bedeute mehr als nur Wassertreten, so Pia Würstl. In den kommenden Wochen werden deshalb die fünf Lehren von Sebastian Kneipp fest integriert. Dabei stellen die Verantwortlichen des Kinderhauses das seelische Wohlbefinden, eine gesunde Ernährung, die Bewegung sowie Natur- und Heilkräuter in den Vordergrund.

Bei Letzterem habe man schon viel Erfahrung mit dem im vergangenen Jahr gebauten Hochbeet gesammelt, klärt Pia Würstl auf. "Im Frühjahr werden wir mit den Kindern das Hochbeet wieder mit den unterschiedlichen Kräutern und Pflanzen bestücken. Wir säen, pflanzen und ernten gemeinsam." Auch bei der Pflege seien die Kinder eingebunden, beim Unkrautjäten und Pikieren. "Aus den Kräutern machen wir dann Kräuterbrote, Tee, Kräutersträuße und Balsam. So erleben die Kinder die Vielfalt der Kräuter, ihren Geschmack, das Aussehen und ihre Heilwirkung."
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