Mit viel Schweiß zum Durstlöscher

Das Traditionsfest brachte den Besuchern bäuerliche Arbeit des zurückliegenden Jahrhunderts näher. Theo Höfer, Erwin Bächer, Monika Wiese und Harald Schultes (von links) sorgten beim Dreschen für ein staubiges Spektakel. Bild: bsc
Vermischtes
Friedenfels
11.07.2016
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Bier hat in Friedenfels seit vielen Jahren eine besondere Bedeutung. Beim Traditionsfest am Wochenende stand es erneut im Mittelpunkt.

Nach dem Jubiläum "500 Jahre Reinheitsgebot", das die Schlossbrauerei gebührend feierte, rückten nun Mitglieder um Tourist-Info-Leiterin Melanie Höfer das Thema "Hopfen und Malz - Gott erhalt's" in den Blickpunkt. Sie erinnerten bei zahlreichen Aktionen an die schweißtreibenden Arbeiten bei der Herstellung des edlen Gerstensaftes. Mit im Boot waren beim beliebten Friedenfelser Traditionsfest die Schlossbrauerei, die Vermieter sowie Helfer der Unabhängigen Freien Wähler. Augenfällig war schon von Weitem eine am Eingang zum Rondell an der Güterverwaltung von Erwin Bächer aufgebaute kleine Gartenanlage mit den nötigen Rohstoffen für das süffige Getränk. Daneben brachte Braumeister Christian Mitterbauer an vielen Schaugläsern mit den Rohstoffen den Besuchern den Brauprozess und die Veränderung vom Korn zum Malz bis zum fertigen Bier näher. Brauereiführungen durch Geschäftsführer Thomas Schultes und Braumeister Christian Mitterbauer in der benachbarten Brauerei ergänzten die Informationen.

Am Festplatz selbst - im Schatten der großen Bäume - konnten die Besucher einen Ausflug in die "gute alte Zeit ohne Hektik und Stress" unternehmen und die Arbeitsgeräte und Maschinen aus längst vergangenen Zeiten bestaunen. Ein Star darunter war eine alte funktionstüchtige Dreschmaschine, die in den 1950er bis 1960er Jahren vom Mähdrescher verdrängt wurde. Daneben tuckerte ein Oldtimer-Traktor und trieb über mehrere Riemen die Dreschmaschine an. Erwin Bächer, Theo Höfer, Monika Wiese und Harald Schultes sorgten dabei für ein recht staubiges Spektakel. Kräftiger Beifall begleitete die Dreschvorführungen. Bei zahlreichen Besuchern wurden Erinnerungen an früher wach, an eine Zeit, in der sie selbst solche Arbeiten erledigten. Ein paar Schritte weiter waren ein alter Leiterwagen, eine alte Sämaschine, Feldbearbeitungsgeräte und historisches Werkzeug der Schäffler zur Herstellung von Holzfässern zu bestaunen.

Premiere feierte der Fraktionssprecher der Freien Wähler, Oskar Schuster, der zum offiziellen Auftakt des Festes sein erstes Fass Bier, wie er gestand, anzapfen durfte. Mit zwei Schlägen meisterte er diese Aufgabe bravourös. Oskar Schuster lobte das Engagement der Vermieter in Friedenfels, die zum erneuten Gelingen der beliebten Veranstaltung beitrugen. Auch die Unterstützung der FW- Mitglieder sowie die zahlreichen Vorarbeiten von Tourist-Info-Leiterin Melanie Höfer würdigte der Fraktionssprecher. Erwin Bächer erweiterte abschließend den Dank an die heimischen Landwirte und Firmen, die mit der Bereitstellung zahlreicher Arbeitsgeräte, Getreidesorten, Materialien und alter Maschinen für eine interessante Schau sorgten.
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