Mit Wut umgehen lernen

Reiner Gärtner (vorne stehend, Zweiter von links), Vorsitzender der Kolpingsfamilie und Organisator des Familienbildungs-Wochenendes in Lambach, überreichte zum Abschluss des dreitägigen Treffens an Referent Sebastian Wurmdobler (vorne links) eine kleine Geschenkpackung mit Köstlichkeiten der Friedenfelser Betriebe. Bild: bsc
Vermischtes
Friedenfels
08.06.2016
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Es war ein Wochenende voller Emotionen. Das beherrschende Thema bei der Kolpingsfamilie Friedenfels: Wut.

Das dreitägige Familienbildungs-Wochenende von Pfarrei, Mütterverein und Kolpingsfamilie im Ferienhaus Lambach ist inzwischen fester Bestandteil des Kolping-Jahreskalenders. Organisator Reiner Gärtner freute sich in diesem Jahr über 47 Teilnehmer. Als Referenten begrüßte der Vorsitzende der Kolpingsfamilie den pastoralen Mitarbeiter und Bildungsreferenten des Kolpingwerkes Regensburg, Sebastian Wurmdobler.

Mit einem "kleinen Wutanfall" eröffnete er das Familienbildungswochenende und forderte die Kinder, Jugendlichen und Erwachsenen auf, wütend zu sein und ein Wutgesicht zu zeigen. "Warum werde ich eigentlich wütend, was ist Wut und wie fühlt sich wütend sein an?" Diese Fragen wurden mit Hilfe von Wutgeschichten aus dem Alltag der Kinder und Eltern beantwortet. "Wut ist eine Art Energie, die sich ansammelt und aus uns raus muss", verdeutlichte der Referent. "Dabei leiden oftmals andere an unseren Wutausbrüchen. Es ist eben auch sehr wichtig, darauf zu achten, wie wir mit unserer Wut umgehen." Kleine Übungen und Spiele zeigten, welche Möglichkeiten es gibt, im Alltag mit dieser Energie zu leben, ohne dass jemand anderer darunter leidet, aber gleichzeitig die Wut ernst genommen wird. Doch nicht nur Wut, Enttäuschung und Ärger standen beim Bildungswochenende auf dem Programm, sondern auch die Tatsache, ganz unbeschwert als Familie viel Zeit miteinander verbringen zu können. Die einen nutzten diese Zeit für eine Ruhepause, andere tobten sich im Schwimmbad aus, wieder andere machten sich auf den Weg, um den Bayerischen Wald zu erkunden. Jeweils am Abend traf sich die Gruppe im Kolping-Ferienhaus, um ein paar kreative Stunden zu verbringen. Jede Familie war eingeladen, Wut-Bälle zum Kneten zu basteln, um Energie loszuwerden. Außerdem wurden "Stimmungsbarometer" hergestellt. Diese können zu Hause an den Zimmertüren der Kinder angebracht werden "und die Eltern erkennen, was gerade los ist".
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