Musizieren wie in alten Zeiten

Langen und lautstarken Applaus bekam die "Grenzgang-Musik" in der Besetzung (von links) Reiner Artmann, Siegfried Sollfrank, Cornelia Gurdan, Ulricke Remold und Hubert Gleißner für ihre Darbietungen beim 24. Hutza-Abend der Siedlergemeinschaft Friedenfels. Bild: bsc
Vermischtes
Friedenfels
25.11.2016
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Bayerisch, zünftig und originell: Die Stimmung beim 24. Hutza-Abend der Siedlergemeinschaft Friedenfels war grandios, die Veranda des Gasthofs "Goldener Engel" voll besetzt.

Bevor das Publikum echte Volksmusik zu hören bekam, dankte Siedler-Vorsitzender Otmar Zeitler der Gastwirtsfamilie für die Vorbereitung des tollen Büfetts. Mit der Verpflichtung der Musik-Gruppe "Grenzgang-Musik" hatte der Vorsitzende eine ausgezeichnete Wahl getroffen. Reiner Artmann, Hubert Gleißner, Cornelia Gurdan, Ulricke Remold und Siegfried Sollfrank zeigten sich mit ihren Musikinstrumenten Gitarre, Hackbrett, Contrabass und Steirische als wahre Meister.

Das Liedgut beleuchtete viele "Ereignisse" im Leben und forderte die Zuhörer auf, mal still lauschend, mal mitsingend und summend, aktiv mitzuwirken. Die verschiedenen Geschichten und Lieder der Oberpfälzer "Grenzgang-Musik" entführten besonders die älteren Besucher in längst vergangene Zeiten. Dabei wurden Erinnerungen wach, als es noch wenig Fernseh- und Rundfunkgeräte gab. Damals traf man sich in den Dörfern zu Hutza-Abenden in Privatwohnungen, um zu musizieren, zu erzählen oder einfach nur zum Ratschen. "Wie damals im richtigen Leben", meinte deshalb eine Dame, die schon weit jenseits von 75 Lebensjahren war und sich an die früheren Zeiten im Ort gut erinnern konnte. Aber auch die spanischen Klänge auf den Gitarren der "Grenzgang-Musik" oder das biblische Lied "Noah", das mit einem nahezu nicht enden wollenden Beifall beklatscht wurde, bescherten einen abwechslungsreichen Abend. Nicht fehlen durfte an diesem Hutza-Abend auch die vor zwei Jahren von Vorsitzendem Otmar Zeitler initiierte Witze-Runde. Wenngleich in diesem Jahr weniger Besucher bereit waren, an der "Siedler-Witzmeisterschaft" teilzunehmen, so krümmten sich jedoch viele Gäste vor Lachen und Heiterkeit bei den Erzählungen. Die "Grenzgang-Musik", die abschließend als Jury fungierte, hievte Christine Schlicht, Reinhard Schwarz und Erika Stock auf das Siegerpodest. Von Otmar Zeitler bekamen sie für ihre Vorträge Sachpreise. Lob und Dank gab es abschließend für die Gastwirtsfamilie für das schmackhafte Büfett und für Otmar Zeitler selbst. Der Vorsitzende hatte, wie schon so oft zu den Hutza-Abenden, die Kosten der Musik übernommen. Sein Kommentar auf die Frage nach dem Warum der noblen Geste: "Dafür kann ich alljährlich alleine bestimmen, welche Musik an den Hutza-Abenden der Siedlergemeinschaft Friedenfels spielt."
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