Seniorenvereinigung besucht Marktredwitzer Haus
Grandiose Aussicht auf Anhöhen der Umgebung

Vermischtes
Friedenfels
19.09.2016
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Bei herrlichem Wetter brachen Mitglieder der Seniorenvereinigung in Fahrgemeinschaften auf zum Marktredwitzer Haus im Steinwald. Mit einem herzlichen "Grüß Gott" empfing Vorsitzender Erwin Bächer die Besucher zum Herbstfest. Viele waren gekommen, und Bächer freute sich besonders über die Gäste aus Muckenthal, Voitenthan und Erbendorf. Bächer blickte zurück und war der Meinung, der "Bunte Abend" im Biergarten beim Waldhaus war in jeder Beziehung gelungen. Die Aussicht vom Berggasthof sei enorm, machte Bächer die Anwesenden aufmerksam, Kösseine, Schneeberg und Ochsenkopf, die höchsten Erhebungen des Fichtelgebirges sind gut zu sehen. "Unterhalb der Kösseine ist Langentheilen, Höll und Haid mit dem bekannten ,Dragoner' in die Landschaft eingebettet", informierte Bächer. Mit dem Hinweis auf die reiche Geschichte des Marktredwitzer Hauses wurden die Anwesenden hellhörig: 760 Meter über Meereshöhe habe das zur Stadt Waldershof gehörende Haus schon eisige Winter erlebt. Auf das Jahr 1928 geht der Bauwerk zurück, als der Marktredwitzer Alpenverein den ersten Stein setzte. Nach dem Zweiten Weltkrieg wurde immer deutlicher, dass der Alpenverein kaum mehr in der Lage ist, das Haus zu unterhalten. Nach dem die Stadt Marktredwitz, der Landkreis Tirschenreuth und die Schloßbrauerei Friedenfels beträchtliche finanzielle Hilfen zugesagt hatten, übernahm der Fichtelgebirgsverein, Ortsgruppe Marktredwitz 1966 die Betreuung der Wanderhütte. Investiert wurde in die Abwasserbeseitigung, Wasserversorgung und in einem massiven höheren Anbau, der die ursprüngliche Hütte auch heute noch klein aussehen lässt. Besondere Ausblicke zu den Anhöhen in der Umgebung böten sich von der Veranda aus. Irene Kunz, die Witwe des 1985 verstorbenen Altbürgermeisters, leisteten einen größeren Beitrag, zur Unterhaltung. Aus dem reichen Sagenschatz der Kösseine und des Steinwaldes trug sie Geschichten und ein Gedicht vor. Erwin Bächer erzählte von einer Familie aus Berlin, die mit ihren Kindern - 10 und 12 Jahre - von Marktredwitz auf dem "Goldsteig" bis Passau und zurück wanderte. Sie füllte sechs Wochen der Ferienzeit aus legte für Kinder unglaubliche 800 Kilometer auf Schusters Rappen zurück.

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