Siedlergemeinschaft Friedenfels feiert 55-jähriges Jubiläum
Zeitler: Ausbaubeiträge abschaffen

Mit einer eindrucksvollen Multimediaschau bereicherte Werner Zuleger (rechts) die Jahreshauptversammlung der Siedlergemeinschaft. Vorsitzender Otmar Zeitler (links) dankte für die Bilder von einer Radtour durch Italien, Kroatien und Slowenien mit einem Geschenk. Bild: bsc
Wirtschaft
Friedenfels
31.01.2015
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Mit der Jahreshauptversammlung beschloss die Siedlergemeinschaft ihr Jubiläum (55 Jahre) und startete mit Elan, um die anstehenden Aufgaben anzupacken. Vorsitzender Otmar Zeitler ließ das Jubiläumsjahr Revue passieren. Auch sparte er nicht mit Kritik.

Mit einer erfreulichen Bilanz wartete Kassier Christian Zeitler im Café Kohl auf. Die Geburtstagsfeierlichkeiten hatten der Vereinskasse gut getan. Zeitler verwies auf viele Spenden und dankte besonders den Sponsoren. Ein herzliches "Vergelt's Gott" richtete der Hauptkassier an Emmeram Trottmann. Zum Jubiläum hatte er dem Siedlerverein eine Akku-Heckenschere im Wert von 349 Euro spendiert.

Vorsitzender Otmar Zeitler berichtete außer von den Aktivitäten in Friedenfels auch vom Bezirks- und Kreisverband. Die gefallenen Ölpreise freuten die Hausbesitzer, jedoch hätte sich für die Friedenfelser Siedler auch die neue Energieeinspar-Verordnung bemerkbar gemacht, meinte der Vorsitzende. "Einige alte Öl- oder Holzöfen müssen demnächst ersetzt werden." Die energetische Sanierung rentiere sich, wenn sie auf längere Sicht angelegt sei, wobei der Vorsitzende von mindestens 20 Jahren sprach. "Wird allerdings künftig der Winter zum Herbst und sinken die Temperaturen kaum mehr unter 0 Grad, dann muss dies wohl anders gesehen werden", meinte Otmar Zeitler. "Unser Haus muss die Alterssicherheit für uns bleiben und nicht zur Altersbelastung werden." Besonders zu kämpfen lohne es sich für die Abschaffung der Straßenausbaubeitragssatzung, fuhr der Vorsitzende fort. Wenn Anlieger wie am Blaslberg mit bis zu 20 000 Euro belastet würden, dürfe das nicht hingenommen werden. München habe hier bereits eine Vorreiterrolle übernommen und die Satzung abgeschafft. "40 Prozent aller Kommunen ebenfalls. Aber wir sogenannten armen Gemeinden dürfen diese Satzung nicht abschaffen, weil wir sonst keine Konsolidierungshilfen mehr bekommen. Das ist Erpressung in reinster Vollendung und übelster Art", schimpfte der Vorsitzende. Otmar Zeitler forderte Mitglieder und Freunde der Siedlergemeinschaft auf, sich hinter eine Petition zur Abschaffung der Straßenausbaubeitragssatzung zu stellen. Der Vordruck sei auf der Homepage beim Verband Wohneigentum Bayern eingestellt. Kritik äußerte Otmar Zeitler an der neuen Geschäftsstelle des Bezirksverbandes in Weiden. Die immensen Baukosten habe er stets abgelehnt und sei deshalb als stellvertretender Bezirksvorsitzender zurückgetreten. Hauptthema der Siedlergemeinschaft in Friedenfels bleibe die Abwasser-Situation mit Bau einer neuen Kläranlage. "Hier scheint doch nicht alles so zu sein, wie man uns das verkauft hat. Die Alternativen sind längst noch nicht alle ausgeschöpft." Viele Fragen seien ungeklärt, "aber man hat darüber nicht einmal nachgedacht und einfach nur abgestimmt". Zeitler mahnte zur Vorsicht bei Bescheiden jeglicher Art und appellierte: "Lasst sie überprüfen."

Gewaltig senken

Auch in Friedenfels müsse die Ausbaubeitragssatzung diskutiert und der Beitragssatz für die Bürger gewaltig nach unten gesenkt werden. "Wir fördern das Freibad jährlich mit 70 000 Euro - warum nicht auch unsere Straßen?" An anderer Stelle berichtete Otmar Zeitler von vielen positiven Rückmeldungen, was die Vereinsaktivitäten betrifft. Dickes Lob kam von zahlreichen Eltern für die Weihnachts- und Osterbastelaktionen. Von den Erwachsenen wurden besonders der Hutzaabend, der Info-Abend zum Thema "Heizen mit Holz", der Emmausgang und die Busfahrten gut angenommen. Dank zollte Otmar Zeitler der Familie Schürlein für die Organisation des Geräteverleihs. Die Siedlergemeinschaft hat derzeit 170 Mitglieder.
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