Rätselhafte weiße Frauen, Venediger und Trolle
Staunen über Steinwald-Sagen

Am "Steinernen Brünnerl" und weiter oben am Kreuzstein wurde es besonders spannend. Wo der geheimnisvolle Brotkorbrutscher wohl herkam und wohin er nach seiner ruchlosen Tat später wieder verschwand, konnten auch die Erzähler (Jugendbeauftragte Andrea Hecht, links, und zweiter Vorsitzender Alexander Derwart) nicht so recht erklären. Bild: wro
Freizeit
Fuchsmühl
13.09.2016
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Einst sollen im Steinwald rätselhafte weiße Frauen, Venediger und sogar Trolle unterwegs gewesen sein. Von wertvollen Schätzen künden Sagen. Kinder wollten sie nun heben.

Längst vergessen sind ehemalige Dörfer, prächtige Schlösser und Burgen. Selbst der Teufel soll auf den Wegen zwischen Räuberfelsen und Hackelstein einmal gesichtet worden sein: Mit einem übergroßen Felsen wollte er den Bau der Wallfahrtskirche verhindern. Nur der Umsicht einer tapferen Bauersfrau war es zu verdanken, dass er von seinem Plan abrückte und verärgert den Fels auf die Felder warf. Unverrückbar für alle Zeit liegt der "Teufelsstein" - weithin sichtbar auf einer Anhöhe - heute noch dort. Vieles im Steinwald ist sagenumwoben: der Bau der Wallfahrtskirche, die geheimnisvoll gluckernden Bäche. Es gibt viele Geschichten rund um die Plagegeisterquelle, das "Steinerne Pferd", die vom Zauber umgebene Riesenschüssel.

Kreuz und quer


Die rätselhaften Wanderziele aufspüren, um dort deren Geheimnissen einmal auf den Grund zu gehen, war Ziel einer besonderen Geschichtsstunde mit Mitgliedern der Laienspielgruppe Fuchsmühl. Auf der Exkursion kreuz und quer durch den Steinwald trafen die Kinder Erzähler, die mit Geschichten, manchmal auch mit kleinen Flunkereien fesselten. So geheimnisvoll wie die Erzähler auftauchten, verschwanden sie auch meist wieder in den Tiefen des dunklen Tanns.

"Theaterfüxe"-Jugendleiterin Marina Beer hatte nicht nur die Idee zu dieser Aktion. Sie hatte auch die Sagen ausgewählt. Die Jugendleiterin konnte eine Handvoll Begleiter, darunter Jugendbeauftragte Andrea Hecht und zweiten Vorsitzenden Alexander Derwart, für die nachmittägliche Geschichten-Tour hinein in den Naturpark gewinnen. Die Sagenerzähler stammten ebenfalls aus den Reihen der Laienspielgruppe. Mit einer "unsichtbaren" Sagenwanderkarte ausgestattet zog Marina Beer mit den Kindern los. Nach einem Abstecher in die Kirche ging's hinüber in den Wald. Vorbei am fast verwunschenen "Steinernen Brünnerl" führte der Weg zum geschichtsträchtigen Kreuzstein, anschließend den Berg hinauf zur Felsenbühne am Hackelstein und weiter zum "Steinernen Pferd" nahe am Augsburger Felsen.

Ratespiel


Ziel der geheimnisvollen Sagen- und Geschichtenwanderung war schließlich der Platz rund um die Kapelle "Maria Frieden". Dort werkelte bereits Thomas Beer fleißig am Grill. Bei Steaks, Bratwürsten und gekühlten Getränken wurde noch einmal über das Erlebte nachgedacht, über manches gerätselt. Kleine Preise gab es für die begeisterten Teilnehmer beim Ratespiel rund um die spannenden Steinwalderzählungen.
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