Heitere "Selbstlauthe"

Amüsant, unterhaltsam, aber auch ein klein wenig nachdenklich sind die Geschichten aus der Feder von Hans Günther Laut. Bei der Buchvorstellung in Fuchsmühl las der Lehrer im Ruhestand aus seinem neuesten Werk "Selbstlauthe". Bild: wro
Kultur
Fuchsmühl
07.05.2016
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"Selbstlauthe": Der Titel macht neugierig. Bei einem musikalischen Leseabend im Fuchsmühler Gasthof "Weißenstein" stellte Autor Hans Günther Lauth sein neuestes Werk vor.

Zum Mitsingen braucht man Liederbücher. Damit die Buchvorstellung seiner "Selbstlauthe" auch musikalisch zu einer runden Sache wurde, hatte der Autor deshalb die Texte vorsorglich auslegen lassen. Schließlich sollten die Gäste den Autorenabend auch aktiv mitgestalten können. Platz zum Lesen und Musizieren hatte man genug. Auf den Tischen flackerten Kerzen. Die Atmosphäre passte.

Natürlich hatte Hans Günther Lauth auch ein paar druckfrische Exemplare seiner "Selbstlauthe" mitgebracht: "Zum Verkaufen", wie er schelmisch gestand. Und gerne signierte Lauth die erworbenen "Selbstlauthe". Auf der Gitarre spielte Martin Betz, auf dem Akkordeon Anton Schmaus, Freunde von Hans Günther Lauth.

Auch wehmütig


Autor Hans Günther Lauth sorgte für ein abwechslungsreiches Abendprogramm. Die neuen Geschichten und Reime sind meist heiter, manchmal aber auch ein klein wenig wehmütig. Der Dialekt verriet seine Herkunft. Lauth stammt aus Falkenstein bei Cham, der Lehrer im Ruhestand ist ein Bayerwälder. Seit vielen Jahren ist er aber ein Wiesauer, fühlt sich seiner Wahlheimat längst zugehörig. Gerne schaut er den Leuten aufs Maul, auch schon mal in die Augen und horcht auch in ihre Herzen. Davon erzählt der Autor in seinen Geschichten. Lauth "verirrt" sich dabei auch schon mal in die eher negativen Zeiterscheinungen, wie zum Beispiel das Wirtshaussterben und erinnert an eine Zeit, in der man noch keine Smartphones hatte, Jogging und Veganer unbekannt waren.

"Nur wegen der Bilder"


Auch bei seiner Lesung gab er Seitenhiebe auf die ach so beliebten sozialen Medien, gestand aber, dass er selbst dort tagtäglich "unterwegs" sei. Das aber aus gutem Grund. Das besinnliche Gedicht "Alte Bildln" hatte Hans Günther Lauth erst vor wenigen Wochen geschrieben und einem Freund gewidmet, dessen schwarzweiße Erinnerungen regelmäßig in sozialen Medien zu finden seien. "Nur wegen der alten Bilder und den täglich erscheinenden Geschichten habe ich mich angemeldet", gestand Lauth.

"Einen Vorleseabend soll man immer heiter beschließen", verriet Lauth schließlich und fuhr fort: "Die Leute sollen lächelnd und nicht nachdenklich nach Hause gehen." Diesen Ratschlag setzte Lauth dann auch gleich in die Tat um: "Nordsee mir gangst" wurde zum heiteren Rausschmeißer. Aber halt: Freilich gab es noch eine musikalische Zugabe, diese war der Wirtin des Hauses gewidmet.
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