Pfundiger Abschied im Gwäxhaus
„Schmidbauer und Kälberer“ begeistern in Güttern

Auf ihrer Abschiedstournee machten Werner Schmidbauer und Martin Kälberer auch im Gwäxhaus der Gärtnerei Schinner Station. Und 400 Besucher waren hellauf begeistert. Bild: wro
Kultur
Fuchsmühl
18.03.2016
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Rund 1500 Konzerte in fast 20 Jahren: Werner Schmidbauer (53) und Martin Kälberer (47) gehören zu den wohl erfolgreichsten Musikern aus Bayern. Im Sommer ist damit Schluss. Auf ihrer Abschiedstournee machten die beiden Künstler auch Station in Fuchsmühl. Vor rund 400 Gästen zogen die beiden im Gwäxhaus noch einmal alle Register ihres Könnens.

"Wenigstens vorläufig ist jetzt mal Schluss", gestand Werner Schmidbauer im Gespräch mit unserer Zeitung. "Ich nehme eine Auszeit, Martin arbeitet inzwischen weiter." Schmidbauer und Kälberer ließen es sich nehmen, mit ihren Fans nach dem Konzert hautnahen Kontakt zu pflegen. Nach der Autogrammstunde saß man dann noch gemütlich vorm Fernseher der Familie Schinner und ließ bei einem Feierabendbierchen den Abend ausklingen.

"Vielleicht schau' ich mir auch den Rest der Welt noch an", verriet Schmidbauer. Sicher werde man ihn noch ab und zu beim "Gipfeltreffen" im Bayerischen Fernsehen sehen können. Die Antwort darauf, ob es nach der Auszeit mit "Schmidbauer und Kälberer" weitergehe, blieb Werner Schmidbauer jedoch schuldig. Martin Kälberer lächelte, schrieb weiter fleißig Autogramme. Wie es ihnen in Fuchsmühl denn gefallen habe wurde er schließlich noch gefragt. "Pfundig!" war die Antwort.

Mit so vielen Besuchern hatte selbst der Veranstalter nicht gerechnet. Hans-Joachim Schinner freute sich über sein volles Gwäxhaus, strahlte übers ganze Gesicht. Die "Momenten-Sammler" gönnten sich während ihres abendfüllenden Konzerts kaum eine Pause, verwöhnten die Ohren ihres Publikums. Kälberers Solospiel am mitgebrachten "Hang" begeisterte, sorgte für erstaunte Gesichter. Genauso wie Schmidbauers wortgewaltige Texte. Leider habe man das gemeinsame Musizieren verlernt, bedauerte der Künstler. Die Musikstöpsel-Generation werde heutzutage leider mit Konserven zugemüllt, der spontane Griff zum Instrument gerate bei manchen in Vergessenheit. "Wo bleibt da die Musik?" Mit Istanbul verbindet Schmidbauer ein ganz besonderes Erlebnis. Die türkische Metropole sei ein Phänomen. Am Tag werde demonstriert, am Abend gefeiert. Daraus sei dann mit "Istanbul" eine gesungene Liebeserklärung an diese ungewöhnliche Stadt entstanden.

Zu Recht mit großem Applaus überhäuft durfte das Duo erst nach vielen, vehement geforderten Zugaben die Bühne verlassen.
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