Aktive Wehrmänner einstellen

Lokales
Fuchsmühl
24.02.2015
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Eine Spende in vierstelliger Höhe begeistert wohl jeden Vereinskassier. Über diese seltene Geste der Anerkennung freut sich der Kreisfeuerwehrverband, speziell die Jugendabteilung.

Ende 2014 ist Kreisbrandmeister Wilhelm Horn aus beruflichen Gründen als Kreisbrandmeister des Inspektionsbezirks Ost ausgeschieden, 26 Jahre hatte der Plößberger diesen Posten inne. Für seine Verdienste wurde er bei der Vollversammlung (wir berichteten) zum Ehrenkreisbrandmeister ernannt. Kreisbrandrat Franz Arnold überreichte ihm die Urkunde.

Horn wird dem Kreisfeuerwehrverband jedoch nicht ganz verloren gehen. Seinen Posten als Kassierer wird er auch künftig ausüben. Zum Nachfolger von Wilhelm Horn als Kreisbrandmeister wurde der 39-jährige Helmut Czepa aus der Gemeinde Bärnau ernannt. Czepa ist verheiratet und Vater zweier Kinder. Seine ersten Schritte bei der Feuerwehr startete er als Jugendlicher in Tirschenreuth.

In seinem Bericht äußerte sich Franz Arnold zufrieden damit, dass dank der guten Verbandsarbeit bei den staatlichen Behörden viele Ziele der Feuerwehren und der Kommunen erreicht worden seien. Beispielsweise könnten aktive Feuerwehrleute den Führerschein der Klasse C schon ab 18 Jahren machen. Nach Landesrecht sei dies normalerweise erst mit 21 Jahren möglich.

Gefördert würden Flachwasserschubboote für den Katastrophenschutz. Die Feuerwehren Tirschenreuth und Kemnath nutzten dieses Angebot bereits, wusste Arnold. Er wies auch darauf hin, dass Anfang März die neue, überarbeitete Zuwendungs-Richtlinie für Fahrzeuge und Gerätehäuser erscheinen wird. Zum Digitalfunk merkte er an, das die Geräte nun ausgeliefert worden seien, die Schulungen bei den Wehren seien bereits angelaufen. Im März würden die ersten Tests ins Auge gefasst.

Einmal mehr appellierte der Kreisbrandrat an die Kommunen, bei personellen Entscheidungen qualifizierten Personen, die aktiven Feuerwehrdienst leisten, bevorzugt einzustellen. Nur so könne auf Dauer die Tagesalarmsicherheit in den Gemeinden sichergestellt werden. Abschließend wies Arnold auf die Frühjahrsdienstversammlung vom 3. bis 5. März in Bärnau hin. Einen Einblick in die Finanzen des Kreisfeuerwehrverbandes gewährte Kassierer Wilhelm Horn, der die wesentlichen Einnahmen und Ausgaben detailliert auflistete. Große Anerkennung zollte er Martina Höfer aus Wiesau, die 1100 Euro für die Feuerwehrjugend gespendet hat - die größte Einzelspende, die der Kreisfeuerwehrverband jemals erhielt.

Bürgermeister Lothar Müller aus Plößberg dankte als Vorsitzender des Bayerischen Gemeindetages im Kreis Tirschenreuth den Wehren für ihre stete Einsatzbereitschaft. Dabei riskierten sie oftmals Gesundheit und Leben: "Machen Sie weiter so, wir brauchen die Feuerwehren. Stellvertretender Landrat Dr. Alfred Scheidler fand ebenfalls nur Lob für das ehrenamtliche Engagement: "Sie tun etwas für das Gemeinwohl." Diesen Einsatz könne man gar nicht hoch genug einstufen, schloss sich Fuchsmühls Bürgermeister Wolfgang Braun an.
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