E-Bikes: Markt tritt auf die Bremse

Lokales
Fuchsmühl
23.11.2014
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Das beste Angebot nützt nichts, wenn es kaum einer will. Das zeigte sich bei der Ausleihe von E-Bikes. Der Markt Fuchsmühl kündigte deshalb jetzt den Vertrag und streicht den Service für Urlauber und Einheimische.

2013 hatte die Gemeinde Fuchsmühl Ausgaben von über 1840 Euro und nur 200 Euro Einnahmen. Trotz der miserablen Zahlen (fünf Ganztagsausleihen, zehn Halbtagsausleihen) "haben wir den Vertrag verlängert - auch weil es Sonderkonditionen gab", informierte Bürgermeister Wolfgang Braun am Freitagabend in der Marktratssitzung. Doch heuer fällt die Bilanz nicht wesentlich besser aus: Neun Ganztags- und vier Halbtagsausleihen bringen unterm Strich 220 Euro Einnahmen. Denen stehen Ausgaben von über 120 Euro für die E-Bikes entgegen.

Wolfgang Braun: "Wir haben deshalb den Vertrag mit Movelo gekündigt." Andere Gemeinden in der Steinwald-Allianz hätten das auch getan. "Die Nachfrage war eben nicht so, wie wir uns das vorgestellt haben." Es habe sich gezeigt: Einheimische, die gerne E-Bike fahren, haben sich meist schon eines gekauft. Und Gäste bringen ihr eigenes E-Bike mit.

Neues Gewächshaus

Wenn das Landratsamt zustimmt, darf Hans-Joachim Schinner in Güttern in Verlängerung zu den bestehenden "alten" Gewächshäusern ein neues bauen. Die Gemeinderäte sahen keinen Grund, das Einvernehmen für das Bauvorhaben (rund 1300 Quadratmeter) zu versagen. Für drei Werbeanlagen stellte der Tannenhof Höcht Bauanträge. Diese Vorhaben passierten den Marktrat am Freitag bei 10:1 Stimmen.

Leichenhausgebühr steigt

Ja hieß es auch bei den Vorschlägen von Kämmerer Lothar Ernstberger zur Neukalkulation der Friedhofsgebühren. Keine Erhöhung sei bei den Grabgebühren erforderlich. Eine Benutzung des Leichenhauses kostet künftig 220 Euro. Für eine Urnenkammer errechnete Ernstberger 59,50 Euro pro Jahr.

Einem gesetzlichen Zwang nachgebend, hat die Gemeinde die Satzung angepasst, die die Beiträge bei Herstellung, Verbesserung oder Erneuerung von Straßen, Wegen und Grünstreifen regelt. Der Gemeindeanteil sinkt jeweils um zehn Prozent, sprich die Bürger müssen mehr bezahlen.

Noch im November sollen die Arbeiten an den Außenanlagen des Markthauses beginnen. Wie Bürgermeister Wolfgang Braun mitteilte, liegt inzwischen der Bescheid der Regierung der Oberpfalz vor: Bei förderfähigen Kosten von 510 000 Euro erhält Fuchsmühl einen Zuschuss von 80 Prozent. Der Gemeinde bleiben Restkosten von etwa 120 000 Euro.

Stabilisierungshilfe

Stichwort Finanzen: Da hatte Bürgermeister Wolfgang Braun noch eine gute Nachricht parat. Wie er kurz vor der Sitzung von Landtagsabgeordnetem Tobias Reiß erfahren hatte, erhält die Gemeinde Fuchsmühl Stabilisierungshilfen von 300 000 Euro. Braun: "Der Betrag wird für Tilgungen verwendet."
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