Einstimmig für Einbahnstraße

Die Markträte waren sich einig: Die Gemeinde weist die Carl-Ulrich-Straße (links) von der Marienstraße kommend als Einbahnstraße aus. Bild: wro
Lokales
Fuchsmühl
28.10.2015
9
0

Der Abriss einer Scheune in Fuchsmühl hatte Folgen, die nun auch die Markträte beschäftigten.

Noch einmal setzte Bürgermeister Wolfgang Braun die Sanierung der Carl-Ulrich-Straße auf die Tagesordnung der Gemeinderatssitzung. Denn eine Grenzmauer hat durch den Rückbau einer Scheune an Stabilität verloren. Es bestand dringender Handlungsbedarf.

Eine aufwendigere Lösung, eine teure Versteifung der Restmauer oder eine Anböschung, die auch die Nutzung eines Fremdgrundstückes erforderlich gemacht hätte, wurde verworfen. Bürgermeister Wolfgang Braun und die Markträte plädierten für eine kostengünstige "Maßnahme".

Die Räte einigten sich auf eine maximale Fahrbahnbreite von drei Metern und eine Umwidmung der Carl-Ulrich-Straße zur Einbahnstraße. Das Gremium war einstimmig der Meinung, dass diese Lösung, die auch im Einvernehmen mit den Anliegern erfolge, die sinnvollste Variante sei.

CSU-Marktrat Markus Troesch sprach von einer "klaren Lösung" und begrüßte es, dass die Anlieger mit eingebunden waren. Udo Fürst (SPD) ergänzte, dass auch die Fahrtrichtung von der Marienstraße Richtung Josef-Seitz-Straße logisch sei. Auch Markträtin Anna Koller (Freie Wähler) sah keinen Anlass für ein Veto. "Wenn alle Anlieger dafür sind, gibt es keinen Grund, dagegen zu stimmen." Die bereits erfolgte Tonnagenbeschränkung bleibt bis auf Weiteres bestehen, jedoch mit Ausnahmen - wie beispielsweise für die Müllabfuhr. Über weitere Maßnahmen soll bei einem Ortstermin in der Carl-Ulrich-Straße entschieden werden.

Energiecoaching

Eine Bewerbung der Gemeindeverwaltung hatte Erfolg: Fuchsmühl ist von der Regierung der Oberpfalz ausgewählt worden, an einem kostenlosen Energiecoaching teilzunehmen. Bürgermeister Wolfgang Braun zeigte sich sehr erfreut über die Zusage aus Regensburg. Das Coaching ermittle Potenzial im Bereich der energetischen Sanierung. Der Bürgermeister informierte die Markträte über die geplanten Arbeiten und schlug vor, als Liegenschaften die Mehrzweckhalle und das Rathaus vorrangig einzubeziehen.

Mit einem Sonderförderprogramm (ein Euro pro Meter) sollen Kanalnetzbetreiber in Bayern bei der Erstellung eines qualifizierten Kanalkatasters finanziell unterstützt werden. Kanalkataster dienen der systematischen Zustandserfassung von Kanälen und damit der Sicherstellung eines ordnungsgemäßen Betriebs des Kanalnetzes, erläuterte der Bürgermeister. Da diese Leistungen nur von Spezialfirmen ausgeführt werden könnten, habe man, so Wolfgang Braun, bereits Kontakte zu den entsprechenden Ingenieurbüros aufgenommen. Angebote lägen jedoch noch nicht vor.

"Das Nervensystem"

Marktrat Markus Troesch bedauerte zwar den geringen Förderbetrag, begrüßte aber die Entscheidung, die Maßnahmen endlich zu fördern. Weiter regte er an, "die Bürger mit ins Boot zu holen". Auch plädierte er für eine freiwillige Entscheidung der Betroffenen. Das Kanalnetz sei schließlich das zentrale Nervensystem einer jeden Gemeinde. Marktrat Rainer Bleistein (SPD) wollte wissen, ob es darüber hinaus weitere Fördermittel gebe. Dies sei nicht der Fall, wusste der Bürgermeister.
Weitere Beiträge zu den Themen: Oktober 2015 (8435)
Schon dabei? Hier anmelden!
Schreiben Sie einen Kommentar zum Beitrag:
Spam und Eigenwerbung sind nicht gestattet.
Mehr dazu in unserem Verhaltenskodex.