Ergreifend und packend gespielt

Nach dem Passionsspiel gruppierten sich die Akteure zusammen mit Regisseur Werner Robl (rechts im Bild) vor dem Altar der Wallfahrtskirche "Maria Hilf". Bild: privat
Lokales
Fuchsmühl
30.03.2015
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Die vorderen Bankreihen boten ein mehr als ungewohntes Bild. Neben einigen Frauen aus Jerusalem saßen am Palmsonntag in der Fuchsmühler Wallfahrtskirche römische Soldaten.

Daneben hatten Statthalter Pontius Pilatus, einige Apostel und ein Schriftgelehrter Platz genommen. Jesus - ein wenig abseits in der Taufkapelle - wartete auf sein Stichwort. Ein kleines Holzkreuz hatte man in einer Ecke der Rita-Kapelle für den späteren Einsatz vorbereitet, eine etwas größere Variante stand neben dem Hauptaltar.

Den vielen Kirchenbesuchern aus nah und fern bot sich am Sonntag ein buntes, illustres Bild. Wer extra wegen des Sonntagsgottesdienstes nach Fuchsmühl gekommen war, wurde dann auch nicht enttäuscht. Pater Martin, der die Messfeier leitete, unterbrach kurz nach der Lesung den Gottesdienst und übergab den vorne sitzenden Kindern das Wort und den Altarraum frei für das Fuchsmühler Passionsspiel der Pfarrjugend.

Ein Spiel mit einfachen, einprägsamen Szenen, aber mit mehr oder weniger bunten und packenden Bildern, wie sich bald herausstellen sollte. Ein Spiegelbild der bekannten, traurigen Geschehnisse, wie sie sich vor rund 2000 Jahren in Jerusalem so oder ähnlich abgespielt haben. Beeindruckend erzählten die jungen Darsteller in fünf Szenen, ausgehend von der Festnahme am Ölberg bis zur Kreuzigung am Karfreitag, die beiden Tage bis zum Tod Jesu nach. "Über 20 Darsteller, ausnahmslos Sprechrollen waren dabei zu besetzten", so Spielleiter Werner Robl. "Es hat allen riesigen Spaß gemacht."

Eine Erzählerin aus dem Off rundete das Spiel harmonisch, mit weicher Stimme ab. Sogar ein Hahn war dabei; der war aber nur im Hintergrund zu hören. Ein auswärtiger Kirchenbesucher brachte es mit kurzen Worten auf den Punkt: "Das, was ihr in Fuchsmühl aufzieht, ist großartig. Besonders der Schluss mit dem Lied und der besinnlichen Musik war beeindruckend. Eine gute Idee", so der Mann, der sich als Erbendorfer vorstellte.

Eine andere Kirchenbesucherin ergänzte: "Als die Musik am Kreuz erklang und das Volk sowie die Apostel enttäuscht weggingen, musste ich fast weinen. Die Kinder waren ganz toll. Das alles war großartig." Die Kinder entpuppten sich ausnahmslos als große Talente. "Es hat uns allen riesigen Spaß gemacht, auch bei den Proben", bedankte sich die junge Darstellerin Leonie stellvertretend für ihre jungen Spielerkollegen bei "ihrem" Regisseur Werner Robl. Ein kleines Dankeschön für die Mühe versprach dann Markus Konz, der Jugendleiter der Pfarrei Fuchsmühl. Spontan lud er - im Namen der Pfarrei - alle Mitwirkenden zum Pizzaessen ein.
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