Fuchsmühl lebt die Integration

Sehr gut besucht war der Neujahrsempfang der Marktgemeinde Fuchsmühl in der Mehrzweckhalle. Bilder: kro (2)
Lokales
Fuchsmühl
14.01.2015
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Die Zeit der Bedenken und Berührungsängste ist vorbei. Fuchsmühl, mit rund 1600 Einwohnern nicht gerade die größte Gemeinde, hat rund 50 Flüchtlinge aus Syrien gut integriert. Das wurde beim Neujahrsempfang deutlich.

Bürgermeister Wolfgang Braun freute sich über eine außergewöhnlich große Zahl von Besuchern und Ehrengästen. Er erinnerte auch an den Bürgermeister der Partnergemeinde St. Leonhard, Oswald Tschöll, der 2014 durch einen tragischen Jagdunfall sein Leben verlor. Tschöll habe sich mit Hingabe und Verantwortungsgefühl nicht nur für seine Heimat in Südtirol, sondern auch für die Partnerschaft eingesetzt.

Offen für Ideen

"Fuchsmühl lebt die Integration", bedankte sich Wolfgang Braun bei allen Bürgern, die sich der syrischen Flüchtlinge angenommen haben, für die Hilfsbereitschaft und ihren Einsatz. "Es ist unsere Pflicht, die Flüchtlinge in unser Gesellschaftssystem zu integrieren und nicht auszugrenzen", betonte er. In seiner umfassenden Rede sagte Braun, dass der Neujahrsempfang immer wieder besonders eindrucksvoll zeige, welche Vielfalt, welche Kraft und welches Engagement von Fuchsmühl ausgehe.

Viele Aktive und Mitstreiter seien zu diesem Tag der Begegnung gekommen. "Fuchsmühl braucht, um die Probleme zu bewältigen, eine Offenheit für Ideen und eine Orientierung für die Zukunft. So kann die Gemeinde gemeinsam weiter nach vorne gebracht werden."

2014 ein gutes Jahr

2014 sei ein gutes Jahr gewesen, bilanzierte Braun. Ein starker Mittelstand, die positive Wirtschaftsentwicklung, die geringe Arbeitslosigkeit, die Tradition, die Landschaft und die gemeinsamen Ziele "lassen uns mit Zuversicht ins neue Jahr gehen", so der Bürgermeister. Anders habe dies offenbar das Bayerische Fernsehen mit seiner Sendung "Schöne Oberpfalz" gesehen. Eine Wiedergutmachung sei hier wohl angebracht.

Braun ging auch auf die Versorgungsstruktur von Fuchsmühl ein, die weiter verbessert werden müsse. Mit der Einrichtung des Markthauses, die Fertigstellung sei Mitte des Jahres zu erwarten, sei dies schon wesentlich gelungen. Mit dem Markthaus hätten die Bürger gemeinsam etwas vorangebracht und einer negativen Entwicklung entgegengesteuert. Sein Dank galt in diesem Zusammenhang auch den Mitgliedern des Land- und des Bundestages für die Unterstützung. Geschäftsanteile für den Dorfladen könnten weiterhin erworben werden, die Mindesteinlage betrage 100 Euro, warb Braun.

Ein großes Ziel sei die Stärkung des Zusammenhalts der Gemeinschaft. Das Miteinander, nicht das Nebeneinander schaffe ein vitales Gemeinwesen. Das Bürgerfest 2014, die Feierlichkeiten zur 120. Wiederkehr der Holzschlacht sowie die Betreuung der syrischen Familien durch den Arbeitskreis "Integration für Flüchtlinge" bestätigten dies in eindrucksvoller Weise.

Wohnangebot verbessern

Wichtig, so Braun, sei auch die Schaffung eines Umfeldes, das den Ansprüchen der jungen Generation genüge. Das Wohnangebot müsse verbessert, Leerstände oder nicht mehr ansehnliche Gebäude sollten umgewidmet und bedarfsgerecht genützt werden. Hier sei noch Nachholbedarf vorhanden. "Fuchsmühl ist aber auf dem richtigen Weg, denn die Geburtenzahlen und die sozialversicherungspflichtigen Arbeitsverhältnisse steigen." Der Bevölkerungsrückgang falle gegenüber der Prognose geringer aus.

Viele Bautätigkeiten

Der Bürgermeister ging noch detaillierter auf die Baumaßnahmen ein, die 2014 in Angriff genommen wurden. Vom Markthaus bis zur Renaturierung des Wiesaubachs gab es eine große Anzahl von Bautätigkeiten in der Marktgemeinde.
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