Für Küchendienst nicht zu schade

Schichtwechsel im Senioren-Servicehaus Fuchsmühl: Im Bild von links Pflegedienstleiterin Claudia Englmann, Landtagsabgeordneter Tobias Reiß, Christine Riedl (Leiterin soziale Betreuung), stellvertretende Pflegedienstleiterin Edith Urbanczyk sowie die Pflegefachkräfte Christine Broschik und Christine Balg. Bild: wro
Lokales
Fuchsmühl
20.11.2015
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Tobias Reiß hat schon einige Male in sozialen Einrichtungen gearbeitet. Nun packte er im Senioren-Servicehaus Fuchsmühl an. Der Landtagsabgeordnete beteiligte sich an der Aktion Rollentausch und engagierte sich im Küchendienst.

"Vor wenigen Tagen erst war ich bei der Lebenshilfe in Mitterteich. Früher war ich auch schon in Tirschenreuth und in Kemnath im Dienst", berichtete MdL Tobias Reiß und ergänzte, dass er auch vor Nachtschichten keine Scheu habe.

"Ich mache hier alles, was man von mir verlangt." Tobias Reiß ist nicht zufällig im Senioren-Servicehaus Fuchsmühl. Der 47-jährige Landtagsabgeordnete aus Brand wurde von Pflegedienstleiterin Claudia Englmann gewissermaßen dienstverpflichtet und das nicht ohne Grund. Reiß erläuterte auf Nachfrage die Hintergründe seines Kommens: Im Rahmen der landesweit stattfindenden Aktion Rollentausch haben Einrichtungen der Verbände der Freien Wohlfahrtspflege und auch privater Träger die Möglichkeit ihre Türen zu öffnen, um Politiker oder Personen des öffentlichen Lebens einzuladen. Dabei bestimmen die Einrichtungen selbst, wen sie einladen. "Ich bin hierher gekommen, um aktiv mitzuarbeiten. Ganz nebenbei mache ich mir natürlich auch ein Bild vom Arbeitsalltag." Tobias Reiß sieht die Idee Rollentausch mehr als positiv: "Es ist interessant, in den unterschiedlichsten Häusern arbeiten zu dürfen und dort auch einmal mit den Beschäftigten, aber auch mit den Bewohnern ins Gespräch kommen zu können." Pflegedienstleiterin Claudia Englmann verrät: "Ich habe Tobias Reiß anlässlich unserer Jubiläumsfeier im Sommer einfach gefragt und er hat spontan ja gesagt." Gemeinsam mit Christine Riedl (Leiterin soziale Betreuung) sowie Heimbeirat Walter Scherer empfing sie den neuen "Mitarbeiter" und erklärte den Dienstplan, bevor für Reiß Küchenarbeit angesagt war. Gerne brühte er Kaffee, füllte ihn in die bereitgestellten Thermoskannen und half auch sonst fleißig in der Küche mit. "Wir werden Herrn Reiß überall einbinden, wo es möglich ist. Später darf er dann mit unseren Bewohnern Bingo spielen", erläuterte Christine Riedl.
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