Gefragt und nötig wie nie

Das Vorstandsteam der Mitterteicher Tafel: Im Bild von links Gerhardt Höhn, Karl Haberkorn, Andrea Hensel, Fuchsmühls Bürgermeister Wolfgang Braun, Anni Riedl, Pfarrer Martin Schlenk, Vorsitzende Hannelore Bienlein-Holl, Gerhard Heindl, Doris Schneider, Gottfried Sperrer, Sabine Kirchmann und Wiesaus Bürgermeister Toni Dutz. Bild: jr
Lokales
Fuchsmühl
04.05.2015
14
0

Die Mitterteicher Tafel besteht seit acht Jahren. Und sie ist gefragt. Die Zahl der Kunden steigt. Denn auch im Landkreis Tirschenreuth ist das tägliche Brot nicht für alle Menschen eine Selbstverständlichkeit, obwohl es Lebensmittel im Überfluss gibt.

275 Mitglieder stehen hinter der Mitterteicher Tafel, 82 davon kommen aus Mitterteich, informierte Vorsitzende Hannelore Bienlein-Holl bei der Jahreshauptversammlung im Gasthof "Weißenstein". Die Tafel hat ihren Hauptstandort in Mitterteich mit Außenstellen in Kemnath und Erbendorf. Seit der Gründung wurden 1176 Ausweise ausgestellt.

Am Standort Mitterteich waren im vergangenen Jahr 290 Bedarfsgemeinschaften erfasst; an sie wurden insgesamt 6398 Lebensmittelpakete ausgegeben. Dazu kommen in Mitterteich acht Asylbewerberfamilien mit 15 Erwachsenen und 18 Kindern. In Kemnath sind es 28 Bedarfsgemeinschaften mit 1400 ausgegebenen Einheiten und in Erbendorf 20 Bedarfsgemeinschaften mit 1000 Lebensmittelpaketen.

In Mitterteich wirken 25 ehrenamtliche Helfer, in Kemnath 6 und in Erbendorf 4 ehrenamtliche Helfer mit, dankte Hannelore Bienlein-Holl. Stellvertretend für die vielen Helfer rückte sie in der Jahresversammlung Annemie Härtl in den Mittelpunkt und überreichte einen Blumenstrauß. Annemie Härtl arbeitete in den vergangenen beiden Jahren fast 1000 Stunden im ehrenamtlichen Bereich, "eine tolle Leistung", wie nicht nur Hannelore Bienlein-Holl meinte.

38 000 Kilometer

Beliefert wird die Tafel derzeit von 38 Geschäften aus der Region. Im Mai vergangenen Jahres schaffte die Tafel ein neues Fahrzeug an. Insgesamt legten die Tafel-Fahrzeuge 2014 fast 38 000 Kilometer zurück. Hannelore Bienlein-Holl stellte heraus, dass aktuell auch 16 Bedarfsgemeinschaften von Flüchtlingen und Asylbewerbern mit Lebensmitteln versorgt werden.

Ausdrücklich betonte sie, dass bei der Tafel kein Platz für Fremdenfeindlichkeit oder Rassismus sei. "Unser Ziel ist es, möglichst allen Abholern gerecht zu werden. Dies ist nicht immer ganz leicht, weil in anderen Kulturen manchmal andere Essgewohnheiten herrschen." Abschließendes Fazit der Vorsitzenden: "Gut, dass es die Tafeln gibt. Traurig, dass es sie geben muss."

Froh über Spenden

Schatzmeister Gerhardt Höhn freute sich über eine hohe Spendenbereitschaft und berichtete von einem wirtschaftlich guten Jahr für die Tafel. Stellvertretender Tafel-Vorsitzender Karl Haberkorn überbrachte den Dank der Mitglieder an die Führungsspitze. Ganz besonders lobte er dabei Hannelore Bienlein-Holl, die mit oft selbstlosem Einsatz die Tafel führe und sich engagiert der guten Sache stelle.

Fuchsmühls Bürgermeister Wolfgang Braun überbrachte den Dank der ebenfalls anwesenden Bürgermeister Roland Grillmeier (Mitterteich) und Toni Dutz (Wiesau). "Der Einsatz der ehrenamtlichen Tafel-Kräfte kommt allen Abholern zugute", würdigte Braun. Wiesaus Bürgermeister Toni Dutz überraschte Tafel-Vorstand und ehrenamtliche Helfer mit einer Einladung zu einer Zoiglbrotzeit nach Wiesau.
Weitere Beiträge zu den Themen: Mai 2015 (7908)
Schon dabei? Hier anmelden!
Schreiben Sie einen Kommentar zum Beitrag:
Spam und Eigenwerbung sind nicht gestattet.
Mehr dazu in unserem Verhaltenskodex.