Ja erst nach Sponsoren-Suche

Lokales
Fuchsmühl
06.08.2015
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Kunst am Bau, genauer gesagt am neuen Markthaus, beschäftigte die Fuchsmühler Markträte. Es entspann sich eine längere, aber sachliche Diskussion.

Das "Kraftwerk Baum" samt neuem Pavillon soll ein Hingucker werden und das Areal ums Markthaus zusätzlich aufwerten. Zur Debatte stand ein etwa fünf Quadratmeter großes farbiges Seitenglaselement. Bürgermeister Wolfgang Braun erläuterte: "Es ist schwierig, eine Firma zu finden, die sich mit dieser speziellen unregelmäßig geformten Spezialglasverkleidung der Waldsassener Glashütte befasst." Einzig eine Münchner Firma habe signalisiert, diese Arbeiten auszuführen. Die Kosten: rund 18 000 Euro. Wolfgang Braun machte keinen Hehl daraus, dass ihm der "Hingucker" gefalle. Aber im Hinblick auf die relativ hohen Kosten sei es sinnvoll, nach Alternativen zu suchen. Dies stellte er zur Diskussion. Marktrat Anton April schlug vor, ähnlich wie bei der Klosterkapelle, bunte Klebefolien zu verwenden. Udo Fürst, der sich zwar der Meinung Anton Aprils weitestgehend anschloss, regte an, nach Sponsoren zu suchen. Bürgermeister Braun war der Meinung, dass auch Folien Geld kosten und konnte die Frage nach der Notwendigkeit von Verbundglas entkräften.

Spenden sammeln

Letztlich machten die Markträte ihr Ja davon abhängig, ob durch Sponsoren eine Förderung von mindestens 10 000 Euro erreicht wird. "Weißes Glas", so der Bürgermeister Braun, "können wir ja dann immer noch einsetzen". Geändert haben die Räte die Beitrags- und Gebührensatzung zur Wasserabgabesatzung. Damit sind nun auch die Frist sowie die Kostenregelung für den Aus- und Wiedereinbau von Wasseruhren festgelegt. Dachsanierungen stehen beim Rathaus und bei der Mehrzweckhalle an. Vorrang habe das Rathausdach; zeitnah folge die Mehrzweckhalle, meinte Bürgermeister Wolfgang Braun. Es mache keinen Sinn mit den Arbeiten zu warten, zumal es die Haushaltslage hergebe. Die Gesamtkosten müssen aber noch ermittelt werden. Eine Entscheidung soll in der September-Sitzung fallen.

Dringend erforderliche Reparaturmaßnahmen am Rücklaufschlammpumpwerk der gemeinschaftlichen Kläranlage in Wiesau erfordern das Zurückstellen der bereits ins Auge gefassten Ertüchtigung der Sandwaschanlage. Die muss auf nächstes Jahr verschoben werden, informierte der Bürgermeister. Zufrieden zeigten sich die Fuchsmühler Räte mit dem Beschluss in Sachen "persönliche Dienstbarkeit Steinernes Brünnerl". Für das Quellareal, das im Forstbesitz der Stadt Augsburg liegt, hatte es bereits eine Empfehlung zum Ankauf durch die Gemeinde gegeben. In Abstimmung mit dem Eigentümer wurde nun eine Grunddienstbarkeit vorgeschlagen. Das Recht zur Nutzung der in der Schrammlohe gelegenen wertvollen Trinkwasserquelle wäre damit gesichert.

Dank an Helfer

Grünes Licht gaben die Gemeinderäte für eine interkommunale Zusammenarbeit mit der Stadt Waldershof beim Breitbandausbau. Marktrat Udo Fürst bat, den Beachvolleyballplatz am Fuchsmühler Waldbadeweiher "auf Vordermann" zu bringen. Bürgermeister Wolfgang Braun beauftragt den Bauhof mit den Arbeiten. Die Aktion "Badeweiher" (wir berichteten) nahm Braun noch einmal zum Anlass, allen Helfern - besonders den Feuerwehren - herzlich zu danken. "Wir hätten sonst ein Problem bekommen."
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