"Kein Platz für Selbstdarsteller"

Neuwahlen standen bei der Jahresversammlung der CSU Fuchsmühl auf der Tagesordnung. Im Bild das Vorstandsteam um Vorsitzenden Wolfgang Braun (sitzend, Zweiter von rechts). Bild: si
Lokales
Fuchsmühl
12.04.2015
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Bürgermeister Wolfgang Braun bleibt weiter an der Spitze des CSU-Ortsverbandes Fuchsmühl: Einstimmig bestätigten die Mitglieder ihren Vorsitzenden im Amt. An der Opposition übte er zum Teil scharfe Kritik.

In seinem umfangreichen Rechenschaftsbericht erinnerte Braun zunächst an zahlreiche Veranstaltungen, darunter die Christbaum-Abholaktion und das Gartenfest. Als ein wichtiges Ereignis in der jüngeren Vergangenheit bezeichnete Braun die Kommunalwahl 2014. Der CSU-Ortsverband habe dabei ein hervorragendes Ergebnis eingefahren und einen weiteren Sitz im Marktrat hinzugewonnen. Trotz zweier Gegenkandidaten sei er mit einem sehr guten Ergebnis wiedergewählt worden - eine Stichwahl sei nicht nötig gewesen.

Nicht überheblich werden

"Das ist das Ergebnis einer soliden bürgernahen Politik sowie einer engagierten und ehrlichen Arbeit eines funktionierenden Teams", sagte Braun. Er mahnte aber, dass man nicht überheblich werden dürfe und weiterhin die Belange der Bürger aktiv und entschlossen vertreten müsse. "Wir müssen auch weiterhin wichtige Entscheidungen treffen. Hierzu sind Mut zu Visionen, aber auch Augenmaß und natürlich auch etwas Glück erforderlich", so Braun. Vorrang habe das Machbare vor dem Wünschenswerten.

Im Marktgemeinderat wünsche er sich mehr Bereitschaft zur konstruktiver Mitarbeit. "Trotzige Halbsätze, abgedroschene Phrasen und Schaufenster-Reden helfen uns in Fuchsmühl in keinster Weise weiter", sagte Braun über die politischen Gegner. Im Marktgemeinderat gebe es keinen Platz für Selbstdarsteller. Braun wünsche sich eine Opposition, die sich kreativ und durchaus kritisch, aber vor allem sachlich einbringe "und nicht permanent nörgelt und alles sofort schlecht redet".

Sparsamer Kurs

Als wichtigste Maßnahmen in diesem Jahr nannte Braun die Fertigstellung der Außenanlagen am Markthaus sowie die Sanierung der Carl-Ulrich Straße. Er betonte, dass der Vermögenshaushalt heuer ein Volumen von 859 765 Euro aufweise und darin 548 201 Euro für Investitionen eingeplant seien. Sehr positiv bewertete er, dass es keine Neuverschuldung gebe. Dies sei vor allem auf eine hohe Zuführung aus dem Verwaltungshaushalt zum Vermögenshaushalt und einen sehr guten Rücklagenbestand zurückzuführen. Braun betonte, dass der Verwaltungshaushalt auch in diesem Jahr von einem moderaten und sparsamen Kurs geprägt sei, der bei allen laufenden Geschäften eingehalten werde.

Der Anteil der Personalkosten mache heuer nur 20 Prozent der Ausgaben im Verwaltungshaushalt aus. Im Vergleich mit anderen Gemeinden sei dies sehr positiv. Die Stabilisierungshilfe und das damit verbundene Konsolidierungskonzept seien insbesondere beim Abbau der Verschuldung hilfreich. Gleichzeitig schaffe die Stabilisierungshilfe einen Spielraum für weitere wichtige Investitionen in der Zukunft.

Sinkende Verschuldung

Die Pro-Kopf-Verschuldung sei zwischenzeitlich um 127 Euro gesunken und betrage aktuell 2250 Euro. Auch im kommenden Jahr werde sie weiter sinken. Abschließend bedankte sich Braun bei den Mitgliedern für die Unterstützung und die engagierte Mitarbeit. Einen besonderen Dank richtete er an die CSU-Markträte, allen voran an den Fraktionsvorsitzenden Markus Troesch und 2. Bürgermeisterin Andrea Hecht.

Stellvertretender CSU-Kreisvorsitzender Christian Bauer sprach von einem starken Ortsverband und freute sich über den hohen Mitgliederstand. "Das große Engagement des Fuchsmühler Bürgermeisters und der CSU-Fraktion im Marktrat wird auch über die Gemeindegrenzen hinaus sehr positiv wahrgenommen", so Bauer. Zum Thema Kreispolitik bemerkte Bauer, dass die Senkung der Kreisumlage für die Kommunen eine wichtige Entscheidung gewesen sei. Die wirtschaftliche Entwicklung des Landkreises sei aktuell sehr gut. So sei etwa bei den sozialversicherungspflichtigen Arbeitsplätzen trotz des Bevölkerungsrückgangs eine Steigerung feststellbar. Die Arbeitslosenquote liege bei 4,2%. "Eine sehr gute Tendenz für den Landkreis und die Zukunft", schloss Bauer.
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