Kommune soll Führerschein zahlen

Lokales
Fuchsmühl
26.02.2015
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Der Frauenanteil bei den Feuerwehren im Landkreis steigt. Da war es auch kein Wunder, dass der 7000. Teilnehmer an Lehrgängen seit 1987 beim Kreisfeuerwehrverband eine Teilnehmerin war.

Mit einem interessanten Antrag an die Kommunen überraschte Kreisbrandmeister Wolfgang Fischer bei der Vollversammlung. Er forderte die Gemeinden auf, den Erwerb der Fahrerlaubnis Klasse C (über 7,5 Tonnen) zu fördern. Fischer begründete seinen Antrag damit, dass in den nächsten Jahren altersbedingt einige Feuerwehrmaschinisten aus den Wehren ausscheiden. Nachwuchs mit dem entsprechenden Führerschein fehle jedoch.

Ein Grund dafür sei der Wegfall der allgemeinen Wehrpflicht, denn viele Kameraden hätten den kostspieligen Führerschein früher bei der Bundeswehr gemacht. Durch auswärtige Arbeitsplätze seien viele Aktive während des Tages für Einsätze nicht greifbar. Um sicherzustellen, dass die Feuerwehrfahrzeuge über 7,5 Tonnen zur Aufrechterhaltung des Brandschutzes auch in Zukunft ausrücken können, forderte der Kreisbrandmeister die Übernahme der Kosten. Und zwar maximal 2500 Euro für jeden Feuerwehrkameraden, der sich mindestens zehn Jahre für den Feuerwehrdienst verpflichtet und jährlich mindestens 60 Prozent Übungs- und Einsatzteilnahmen vorweisen kann. Führerscheinverlängerungen alle fünf Jahre sollte ebenso die Kommune bezahlen.

Von zahlreichen Aktionen der Jugendfeuerwehren im Landkreis berichtete Kreisjugendwart Achim Graßold. So standen die Deutsche Jugendleistungsspange (7 Gruppen), die Jugendolympiade (20 Gruppen), der Jugendleistungsmarsch (27,5 Gruppen), der Jugendwissenstest (420 Anwärter aus 70 Feuerwehren), die Jugendflamme (19 Abnahmen) und die Jugendleistungsprüfung (28 Abnahmen) auf dem Programm. Insgesamt, so Graßold hat der Kreis aktuell 908 Jugendliche, davon 242 Mädchen, was einem Anteil von 26,5 Prozent entspricht.

Kreisbrandmeister Dieter Höfer ging detailliert auf die Fortbildungen ein. Tausende Feuerwehrkameraden wurden seit 1987 geschult und weitergebildet. 2014 war Heidrun Gollwitzer aus Plößberg die 7000. Lehrgangsteilnehmerin. Erfreut war Höfer, dass der Frauenanteil auch bei den Lehrgängen ansteigt. Zum Oberpfalzcup 2014 in Pleußen wären mehr Teilnehmer aus dem Landkreis wünschenswert gewesen. Er habe zwar Verständnis dafür, dass manche Wehren nicht mitmachten, aber kein Verständnis dafür, dass manche Kommandanten ihrer Mannschaft kein Wort von der Ausschreibung der Veranstaltung weitergäben.
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