Nägel mit Köpfen machen

Die Bürgermeister der Steinwald-Allianz-Gemeinden arbeiteten einen ganzen Tag an ihrem Konzept für die regionale Entwicklung. Mit auf dem Bild Bauoberrätin Huberta Bock vom Amt für Ländliche Entwicklung Tirschenreuth (vorne, Fünfte von links) sowie Vorsitzender Hans Donko (vorne, Vierter von rechts). Bild: hfz
Lokales
Fuchsmühl
03.12.2015
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Fünf Jahre sind es noch - dann möchten die 16 Mitgliedskommunen der Steinwald-Allianz die Projekte des Integrierten Ländlichen Entwicklungskonzeptes umgesetzt haben. Da ist noch viel zu tun.

Einen ganzen Tag lang haben die Bürgermeister der Gemeinden im Fuchsmühler Schloss getagt, um die Projekte zu konkretisieren, Prioritäten festzulegen und Zuständigkeiten zu klären - kurzum: Nägel mit Köpfen zu machen. Moderiert hat die Sitzung das Regionalentwicklungsbüro Geo-Plan.

Die Bayreuther waren 2014 beauftragt worden, ein entsprechendes Zukunftskonzept zu erarbeiten. In vorangegangenen Sitzungen formulierten die Bürgermeister zusammen mit den Geographen von Geo-Plan Ziele, die das Büro anschließend im Integrierten Ländlichen Entwicklungskonzept "Steinwald 2020" ausformulierte. Heraus kamen 53 Einzelprojekte, die nun präzisiert werden mussten.

Fünf Handlungsfelder

Dabei ergaben sich fünf Handlungsfelder: Interkommunale Kooperation, Ortsentwicklung, Daseinsvorsorge und Soziales, ökonomische Entwicklung, touristische Weiterentwicklung und schließlich Ökologie und Klimaschutz. Beratende und finanzielle Unterstützung erhält die Steinwald-Allianz bei der Umsetzung vom Amt für Ländliche Entwicklung in Tirschenreuth.

Im Handlungsfeld 1 ist unter anderem ein Öko-Konto für Ausgleichsflächen, die gemeinsame Vermarktung von Gewerbeflächen sowie eine engere Zusammenarbeit der Bauhöfe etwa bei gemeinsamen Anschaffungen geplant.

Bei der Ortsentwicklung, der Daseinsvorsorge und dem Sozialen liegen den Bürgermeistern vor allem die Erhaltung der medizinischen Versorgungsstruktur, die Schaffung der Barrierefreiheit sowie der Aufbau von Stätten zum sozialen Austausch in Form von Jugend- oder Familienzentren am Herzen. Der drohende Ärztemangel, die alternde Gesellschaft aber auch aktuelle Themen wie das große Flüchtlingsaufkommen sind bei der Behandlung dieses Handlungsfeldes wichtige Faktoren.

Im ökonomischen Bereich legen die Mitglieder der Steinwald-Allianz ihren Schwerpunkt auf die Vermarktung regionaler Produkte. Hier sind besonders die Mitarbeiter der Öko-Modellregion gefragt. Projektbeispiele aus den anderen Handlungsfeldern sind die Überarbeitung des touristischen Internetauftritts, die Förderung der biologischen Vielfalt sowie die energetische Sanierung verschiedener kommunaler Gebäude.

Schritt für Schritt

Natürlich können nicht alle Projekte sofort umgesetzt werden. "Wenn wir aber möchten, dass die Lebensbedingungen in unserer Region besser werden, dass die Leute bei uns bleiben und wir Urlauber anlocken wollen, müssen wir anpacken und loslegen", so Hans Donko, Vorsitzender der Steinwald-Allianz. Um die formulierten Ziele zu erreichen, werden die Bürgermeister nun jedes Monat zu einer Verbandssitzung zusammenkommen.
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