Pfarrer Varghese Kanjamala seit 25 Jahren Priester - Samstag Festgottesdienst
Eine Feier mit Wehmut

Pfarrer Varghese Kanjamala (Bild) wirkte 19 Jahre in Deutschland. Nach dem Gottesdienst anlässlich des Priesterjubiläums sind die Gläubigen zu einem Empfang in die Mehrzweckhalle eingeladen. Bild: jr
Lokales
Fuchsmühl
28.05.2015
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"Dank sei Gott dem Herrn für 25 Jahre priesterlichen Dienst", heißt es auf der Einladung, mit der Pfarrer Varghese Kanjamala die Gläubigen der Pfarreiengemeinschaft Fuchsmühl/Friedenfels bittet, mit ihm das silberne Priesterjubiläum zu feiern. Der Dankgottesdienst beginnt am Samstag um 17 Uhr in der Wallfahrtskirche. Hauptzelebrant und Prediger ist Regionaldekan Georg Flierl. Im Anschluss folgt ein Empfang in der Mehrzweckhalle.

Pfarrer Varghese Kanjamala wuchs mit fünf Geschwistern in Mundakayam (Kerala) auf. Schon in der Kindheit reifte der Wunsch, Priester zu werden. "Ich weiß es noch ganz genau, ich wollte damals Missionar werden. Meine Eltern waren zunächst überrascht, zeigten sich dann aber einverstanden", erzählt der 52-jährige Geistliche im Gespräch mit unserer Zeitung.

Am St.-Albert-College in Ranchi (Nordindien) hat er Philosophie und Theologie studiert. Priesterweihe war am 12. Mai 1990. Der Geistliche trat dem Vinzentinerorden bei. Pfarrer Varghese Kanjamala wirkte zunächst zwei Jahre in der Neumission in Uttar Pradesh, ehe er von 1992 bis 1996 in der Missionsdiözese Satna in Madhya-Pradesh eingesetzt war. Der Orden wollte schon damals, kurz nach seinen ersten priesterlichen Erfahrungen, dass er nach Deutschland geht. "Ich habe damals drei Mal abgesagt, ich wollte keine neue Sprache lernen. Bei der vierten Anfrage konnte ich nicht mehr nein sagen."

Als Kaplan viel gelernt

Erste Station in Deutschland war 1996 Pfreimd. Von 1998 bis 1999 wirkte er als Kaplan in Altenstadt/WN, von 1999 bis 2000 war er in gleicher Funktion in Rosenberg. "In diesen Kaplansjahren habe ich sehr viel gelernt." Schon bald folgte die Berufung zum Pfarrer - von 2000 bis 2005 in Neubäu, ehe es für fünf weitere Jahre nach March (Bayerischer Wald) ging. Seit 2010 ist Varghese Kanjamala Pfarrer in der Pfarreiengemeinschaft Fuchsmühl/Friedenfels.

Sein Motto: "Was ihr für einen meiner geringsten Brüder getan habt, das habt ihr für mich getan." Pfarrer Varghese Kanjamala verhehlt nicht, dass der Anfang in Deutschland schwierig war. Aber er macht auch deutlich: "Überall wo ich war, da war ich auch zu Hause." Gefallen habe es ihm an allen Wirkungsstätten. "Mein Ziel war es immer, etwas zu bewegen. Hier in Fuchsmühl und Friedenfels wollte ich die beiden Pfarreien noch enger zusammenbringen."

Zurück nach Indien

Der Abschied aus Fuchsmühl und Friedenfels falle ihm nicht leicht, zumal er die Gläubigen nun gut kenne. Doch Anfang September müsse er zurück nach Indien. Pfarrer Varghese Kanjamala spricht von Wehmut, zumal er fast 19 Jahre in Deutschland wirken durfte. Aber der Orden habe für ihn neue Aufgaben in seiner Heimat Indien vorgesehen. Wohin es genau geht, das weiß der Seelsorger noch nicht. "Aber Deutschland bleibt immer ein Teil meines Lebens." Nachfolger in der Pfarreiengemeinschaft Fuchsmühl/Friedenfels ist Pfarrer Joseph Thankachan, der derzeit noch in Oberwarmensteinach wirkt. "Zum Dankgottesdienst mit anschließendem Empfang sind am Samstag alle Gläubigen aus Fuchsmühl und Friedenfels eingeladen."
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