Rettung kommt aus Mitterteich

Aktive Mitglieder zeichnete die BRK-Bereitschaft Fuchsmühl aus. Im Bild von links Bereitschaftsleiter Wolfgang Eiglmeier, Denise Englmann, Taktischer Leiter Andreas Konz, Ursula Straub, Robert Wolfrum, Fabian Straub und Kreisgeschäftsführer Holger Schedl. Bild: si
Lokales
Fuchsmühl
14.04.2015
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Von kürzeren Rettungswegen soll besonders die Gemeinde Fuchsmühl profitieren. Zum Jahreswechsel zieht die BRK-Wache von Waldsassen nach Mitterteich um. Bisher war die Einhaltung der Zwölf-Minuten-Frist nicht immer gewährleistet.

Auf das Fuchsmühler Rote Kreuz ist Verlass. Das wurde bei der Jahreshauptversammlung am Samstag im Gasthof "Weißenstein" deutlich. Bereitschaftsleiter Wolfgang Eiglmeier nutzte die Gelegenheit, um allen Aktiven für ihr Engagement zu danken. In seinem Rückblick erinnerte er an viele Einsätze und Aktionen wie Verkehrsabsicherungen, die Teilnahme am Bürgerfest, die Altkleidersammlung und den "Tag der offenen Tür" im Physiotherapiestudio Grillmeier, bei dem sich BRK und Bergwacht präsentierten.

"Ab April werden unsere Bereitschaftsabende wieder jeden letzten Freitag im Monat stattfinden", gab Eiglmeier bekannt. Leider gebe es den internationalen Wettbewerb nicht mehr, bedauerte der Sprecher. Bisher beteiligten sich die Fuchsmühler regelmäßig am Treffen der Helfermannschaften aus Landeck (Österreich), Chantilly (Frankreich) und Überlingen (Deutschland). Dabei galt es, vor Punktrichtern verschiedene Aufgaben zu bewältigen und realistisch nachgestellte Notfallsituationen zu meistern. Doch nun nehmen weder Landeck noch die französische Bereitschaft daran teil, informierte Eiglmeier. "Allerdings besteht weiterhin die Freundschaft zu Überlingen und die werden wir auch weiter pflegen."

Taktischer Leiter Andreas Konz gab einen Überblick über die ehrenamtlichen Einsatzstunden. Besonders stolz war er darauf, dass der "Helfer vor Ort" im abgelaufenen Jahr 135 Einsätze hatte. "Das ist landkreisweit einmalig." Insgesamt listete Konz 203 Stunden für die psychosoziale Notfallversorgung, 364 Stunden für die Aus- und Fortbildung, 12 Stunden für Erste-Hilfe-Leistungen, 140 Stunden für Helfer vor Ort, 40 Stunden für die Mittelbeschaffung, 1332 Stunden für den Rettungsdienst und 292 Stunden Sanitätsdienst auf. Jugendleiter Wolfgang Hartung berichtete, dass das Jugendrotkreuz 21 Mitglieder zählt. 8 Jugendliche im Alter zwischen sieben und zehn Jahren treffen sich alle zwei Wochen zur Gruppenstunde. Bei den Älteren habe ein regelmäßiges Treffen aus zeitlichen Gründen zuletzt nicht mehr geklappt, es werde aber wieder regelmäßig angestrebt.

Bürgermeister Wolfgang Braun dankte der Bereitschaft ihren Einsatz zum Wohle der Fuchsmühler Bürger. "Ihr macht eine supergute Arbeit", lobte er. Gerade der Helfer vor Ort sei eine wichtige Einrichtung für die Gemeinde. Kreisgeschäftsführer Holger Schedl zeigte sich zuversichtlich: "Wenn man die Leistungsberichte hört, braucht einen um die Fuchsmühler Bereitschaft nicht bange zu sein." In den vergangenen Jahren sei es immer schwieriger geworden, neue Mitglieder zu finden. Auch sei das Bild des Roten Kreuzes in der Öffentlichkeit nicht mehr so positiv. "Wir müssen den Menschen deutlich machen, dass die Mitglieder in den Bereitschaften ihren Dienst am Nächsten ehrenamtlich machen und kein Geld dafür bekommen."

Schedl informierte über aktuelle Änderungen in der Organisation. So wird ab dem 1. Januar 2016 der Rettungswagen aus Mitterteich und nicht mehr wie bisher aus Waldsassen starten. "Einer der Hauptgründe der Verlegung war, dass Fuchsmühl schneller versorgt werden kann", betonte Schedl. Der Kreisgeschäftsführer ging auch auf den Sonderbedarf für den Rettungsdienst und die Einführung des Digitalfunks ein.

Der Wiesauer Bereitschaftsleiter Robert Wolfrum dankte für die gute Zusammenarbeit, die in den vergangenen Jahren gewachsen sei: "Auf euch ist immer Verlass." Schon jetzt lud er zum Gartenfest am 14. Juni ein. Wolfgang Eiglmeier bat alle Mitglieder um Hilfe bei der Altkleidersammlung am 25. April.
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