Rettungsaktion des Badeweiher mit großer Unterstützung
"Wasser marsch" zum Weiher

Lokales
Fuchsmühl
06.07.2015
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Eine starke Gemeinschaft kann Berge versetzen - und auch einen Badeweiher wieder auffüllen. Einmal mehr haben die Feuerwehren eine tolle Teamarbeit geleistet.

Zu einem ungewöhnlichen Großeinsatz sind rund 60 Helfer der Steinwald-Feuerwehren aus Fuchsmühl, Wiesau, Friedenfels, Voitenthan, Erbendorf, Siegritz und Thumsenreuth sowie von den Nachbarn aus Mitterteich, Waldsassen, Tirschenreuth, Wildenreuth und Kemnath mit ihren Einsatzfahrzeugen am Freitag zum Badeweiher bei Fuchsmühl ausgerückt.

Vermutlich ein technisches Problem, und nicht unbekannte Vandalen, hatte den Weiher fast "trockengelegt" (wir berichteten). Der Badesaison drohte ein jähes Ende, zumal der Weiher auf natürlichem Weg durch einen derzeit spärlichen Zulauf wohl erst im August wieder mit ausreichend Wasser gefüllt gewesen wäre. Für Hilfe, und auch gute Ideen, sind die Feuerwehren im Landkreis ein bewährte Adresse. Bernhard Schultes aus Erbendorf hatte die Idee, den Badeweiher durch eine Schlauchleitung aus einem anderen Teich zu füllen. Der Einfall fand große Resonanz, schnell kamen Zusagen von den Kollegen. Und die Fischbauern aus Kornthan waren einverstanden, das Reservoir ihres Weihers "anzapfen" zu lassen. Schließlich sind auch im Badeweiher bei Fuchsmühl allerhand Karpfen zu Hause, die wohl kaum überlebt hätten.

Ohne Blaulicht und Martinshorn, aber voller Tatendrang, rückten schon am Freitagabend die Helfer an, legten rund 6500 Meter Schlauchleitung zum Kornthaner Weiher und installierten acht schwere Pumpen, die das Wasser rund 5000 Meter den leichten Berg hinauf nach Güttern transportierten. Den ungewöhnlichen Einsatz koordinierten Kommandant Wolfgang Stock aus Fuchsmühl, Kreisbrandinspektor Andreas Wührl und Kreisbrandmeister Stefan Gleissner. "Wir werden etwa 50 Stunden im Einsatz sein", so die erste Einschätzung von Wolfgang Stock.

Doch schon am Sonntagvormittag hatte der Badeweiher wieder ein taugliches Niveau erreicht. Bei den tropischen Temperaturen dauerte es nicht lange, bis die Erholungssuchenden dieses Angebot wieder nutzten.

Schaulustigen durften die gemeinsame Aktion verfolgen, weder drängte die Zeit noch war ein Menschenleben in Gefahr. Und das Interesse war groß, hatten viele doch schon die Badesaison "abgeschrieben". Vom Fortschritt der Mission "Rettet den Fuchsmühler Badeweiher" war dann auch Wolfgang Stock schwer beeindruckt und natürlich von der nachbarlichen Hilfe. Dazu gehört auch die Metzgerei Rosner, die die Helfer mit einer kräftigen Brotzeit versorgte.

Der Fuchsmühler Gemeinde entstehen durch den Einsatz keine Personalkosten, da die Feuerwehren in diesem besonderen Fall ihr Ehrenamt mehr als nur wörtlich nehmen.
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