Über Bildung Anschluss finden

Der Arbeitskreis "Integration für Flüchtlinge" tagte erneut im Gasthof "Weißenstein". Im Mittelpunkt standen Fachvorträge von Stephanie Schröder (Zweite von links) und Sabine Bauer (Zweite von rechts). Mit im Bild Vorsitzende Hannelore Bienlein-Holl, Stellvertreter Gerhard Geiger (links) sowie Bürgermeister Wolfgang Braun (rechts). Bild: jr
Lokales
Fuchsmühl
11.05.2015
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"Ich denke, für die Flüchtlinge war es eine gute Zeit hier in Fuchsmühl", sagt Hannelore Bienlein-Holl. Im Juni vor einem Jahr kamen die Syrer in der Steinwaldgemeinde an. Die Zeit sei wie im Flug vergangen, so die Vorsitzende des Arbeitskreises "Integration für Flüchtlinge".

25 Mitglieder bilden den Arbeitskreis, der sich am 11. Juni 2014 gründete. Beim jüngsten Treffen im Gasthof "Weißenstein" dankte Vorsitzende Hannelore Bienlein-Holl Bürgermeister Wolfgang Braun für die Einladung zum Sozialempfang mit Bayerns Sozialministerin Emilia Müller (wir berichteten). "Wir hatten gute Gespräche. Es war schon eine tolle Geste", freute sich die Arbeitskreis-Sprecherin. Zum Thema Musikunterricht für Flüchtlinge, vor allem für die jüngere Generation, laufen Gespräche mit der Kreismusikschule und dem Förderverein, berichtete Bienlein-Holl.

Sprechstunden

Stephanie Schröder vom Jugendmigrationsdienst der Katholischen Jugendfürsorge der Diözese Regensburg beschäftigte sich in einem Kurzvortrag mit dem Thema "Integration junger Menschen in Schule, Freizeit und Beruf". Die Diplom-Sozialpädagogin hält in Fuchsmühl für die syrischen Kriegsflüchtlinge regelmäßig Sprechstunden. Sie kümmert sich um die sprachliche, schulische, berufliche und soziale Integration junger Menschen mit Migrationshintergrund. So hat sie eine Hausaufgabenhilfe für die Kinder an der Mittelschule in Wiesau initiiert.

Auch einen Sprach- und Kommunikationskurs hat sie für Fuchsmühl ins Leben gerufen. Weiter begleitet und berät sie die jungen Teilnehmer des Integrationssprachkurses hinsichtlich der Zeugnisanerkennung und bei der Planung des weiteren Berufswegs. In regelmäßigen Einzelgesprächen klärt sie den Förder- und Hilfebedarf. Lob zollte sie den in Fuchsmühl lebenden Flüchtlingen; sie seien sehr motiviert. Stephanie Schröder ist wichtig, dass die jungen Menschen an den Aktivitäten in einer Gemeinde teilhaben können. Hier brachte sie die Angebote der örtlichen Vereine und der Kommunalen Jugendpflege ins Gespräch.

Freiwillig

Sabine Bauer, kommunale Jugendpflegerin des Landkreises Tirschenreuth, ist bemüht, jugendliche Flüchtlinge in die Strukturen der Jugendarbeit zu integrieren. "Alle Angebote der Jugendarbeit richten sich prinzipiell an alle Kinder und Jugendlichen, unabhängig von ihrer Herkunft." Kernprinzip sei die Freiwilligkeit. "Die Jugendarbeit im Landkreis leistet wichtige Bildungsarbeit außerhalb des Schulalltags und trägt enorm zur Förderung persönlicher Kompetenzen bei."

Damit die Integration der Flüchtlinge gelinge, seien alle gefordert, die Angebote für Kinder und Jugendliche anbieten. "Die Kommunale Jugendarbeit sowie der Kreisjugendring haben sich dieses Themas bereits angenommen." Ein Schwerpunkt der Kommunalen Jugendarbeit sei deshalb die Schulung von ehrenamtlichen Betreuern. Durch Beratung, Motivation und anfängliche Begleitung könnten mögliche Berührungsängste beiderseits abgebaut werden.
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