Weg zum Triple nicht einfach

Sabrina Hösl bleibt auf der sportlichen Erfolgsspur. In München siegte die 18-Jährige auf Landesebene. Jetzt geht es darum, ihren Deutschen Meistertitel zu verteidigen. Sicher ist, dass zu den vielen Medaillen wohl noch einige Auszeichnungen kommen werden. Bild: wro
Lokales
Fuchsmühl
17.08.2015
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Am Steuer eines Autos ist die 18-Jährige noch recht unerfahren, am Schießstand dagegen macht ihr keiner so schnell was vor. Mit dem Kleinkalibergewehr ist Sabrina Hösl sogar Deutsche Meisterin". Jetzt geht es darum, den Titel zu verteidigen.

Das Eigengewächs des Schützenvereins "Andreas Hofer" kann stolz eine ganze Medaillensammlung vorweisen. Meist glänzt es dabei in Gold.

Bei den diesjährigen Meisterschaften auf der Schießanlage München-Hochbrück schoss sich Sabrina Hösl in der Disziplin Kleinkaliber mit beachtlichen 593 Ringen zum Bayerischen Meister. Ganz nebenbei holte sie sich auch den Mannschaftstitel im Luftgewehrwettkampf. In der Dreistellungsdisziplin kehrte sie als Mannschafts-Vizemeister nach Hause zurück und packte "nebenbei" auch noch die Bronzemedaille im Kleinkaliberschießen liegend mit ins Handgepäck. Bei der Deutschen Meisterschaften, ebenfalls in München, geht es nun für Sabrina Hösl darum, ihren Titel "Deutsche Jugendmeisterin im Kleinkaliberschießen" zu verteidigen. Bei überregionalen Wettbewerben startet die 18-Jährige im Oberpfalzkader des "KSV Donaugau Regensburg". Dabei weiß Sabrina Hösl, dass der Weg zum Triple nicht einfach wird, zumal die Konkurrenz groß ist. Ihr Vorteil ist, dass Sie die Hochbrücker Schießanlage "wie aus der Westentasche" kennt.

Aktivposten im Verein

Das Engagement beim Schützenverein "Andreas Hofer Fuchsmühl" ist für Sabrina Hösl schlicht "Familiensache". Der Vater war vor einigen Jahren Vorstand und auch der Rest der Familie gehört zu den Aktivposten. Sportliche Erfolge kann auch ihre große Schwester Christina vorweisen. Den sorgfältigen Umgang mit den Sportgewehren haben ihnen ihre Eltern Carola und Günther vermittelt. "Heute fangen die jungen Talente ja mit einfachen Sportwaffen an. Damals aber kannte man das Lasergewehr noch nicht", erinnert sich Sabrina Hösl. 2008 folgte dann die erste Teilnahme an einem Wettbewerb. In rund drei Wochen finden die Nationalkaderausscheidungen statt. Klappt hier ein Platz unter den ersten acht, gibt es eine Nominierung in die Nationalmannschaft. Dass sie bei den nächsten Europameisterschaften oder beim Juniorencup in Seoul mit dabei sein möchte, ist für die junge Frau selbstverständlich ein gestecktes Ziel.

Viel Zeit für Training

Freilich sei die Arbeit in den überregionalen Mannschaften trainings- und zeitintensiv, erklärt Sabrina Hösl im Gespräch. Trainingswochenenden in München und Regensburg hat Sabrina Hösl in diesem Jahr mit den Vorbereitungen auf das Abitur abstimmen müssen. Beim Blick auf ihre Erfolge stellte sie auch die Unterstützung durch Trainer und Betreuer heraus. Ob sie eine Profikarriere anstrebt? Nun, die angehende Studentin will sich lieber einem "normalen" Beruf widmen. Deshalb steht jetzt eine Ausbildung oder ein Studium an. Und weiter fest im Programm bleiben natürlich die Besuche in der "Heinrich-Schärl-Schießanlage".
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