Wie der Tannenbaum "brennt"

Lokales
Fuchsmühl
08.12.2015
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Was auf dem ersten Blick erschien, wie ein Sammelsurium aus der Rumpelkammer, entpuppte sich schnell als wichtige Details zum Geräusche machen. Bei der Märchenlesung mit Christina Baumer waren nicht nur die Kinder überrascht.

"Das hast du gut gemacht!". Dieses große Lob kam am Ende der Lesung von einer ganz jungen Zuhörerin. Höchstens fünf Jahre alt war das kleine Mädchen, dem der Märchenabend mit Christina Baumer viel Spaß gemacht hat. Die junge Dame war nicht das einzige Kind, das den Nikolausabend im Gasthof Weißenstein mit den Eltern und Geschwistern verbracht hat. Diesmal hat die Münchener Schauspielerin besonders die Familien eingeladen, am 6. Dezember zum Live-Hörspiel mit Kind und Kegel zu kommen.

Die Idee fand Gefallen, das Gasthaus war bis auf den sprichwörtlich letzten Platz gefüllt. Und gleich mehrere Eltern hatten die Gelegenheit genutzt, um dem "Nikolaus" bei der Geschenkauswahl zu helfen: Ihre Kinder hatten die Eintrittskarten für die Märchenlesung in ihren Stiefeln gefunden. "Die hat der Nikolaus dort reingesteckt", verkündeten diese Buben und Mädchen an der Abendkasse stolz. Aber nicht nur die Kinder waren höchst neugierig darauf, was Christina Baumer mit all den Requisiten auf der Bühne anfangen wird. Mit Spannung verfolgten die Zuhörer, wie Christina Baumer mit knisterndem Papier den armen Christbaum "zum Brennen" brachte in Christian Anders' Märchen vom "Tannenbaum", wie sie mit dem nackten Fuß in einem alten Nachttopf den Brunnen des legendären Froschkönigs plätschern ließ oder wie ein gelber Kunststoffschlauch in Schneewittchen zur mystischen Geisterstimme des legendären Spiegels wurde.

Knapp zwei Stunden lang lauschten die Familien mit Spannung den Märchen von Grimm und Anderson. Neben weltberühmten Geschichten interpretierte die Schauspielerin auf ihre eigenwillig-unterhaltsame Weise auch Legenden aus Tirschenreuth und Bärnau des Oberpfälzer Autors Franz Xaver Schönwerth.

Nach einer kabarettistischen Einlage mit einer modernen Version von "Hänsel und Gretel" verteilte die "Hexe" am Ende an die Kinder kleine Überraschungen zur Feier des Abends. Entlassen wurde sie danach aber nicht sofort. Nach lautstarkem Applaus wollten die Buben und Mädchen unbedingt noch ein Autogramm als Erinnerung.
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