Zum Brüllen komisch

Die drei betrunkenen Feuerwehrkameraden kommen gerade von einer Übung heim. Martin Betz, Werner Robl und Alexander Wedlich (von links) spielen genial gut. Bild: jr
Lokales
Fuchsmühl
29.04.2015
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Selten so gelacht! Da waren sich die Zuschauer einig. Die Fuchsmühler Laienspielgruppe begeisterte mit "Geräuchertes mit Sauerkraut". Eine umjubelte Premiere, die lange in Erinnerung bleibt.

Vor vollem Haus brannten die Laienspieler im Jugendheim ein fast dreieinhalbstündiges Humor-Feuerwerk ab. Unter der Regie von Wolfgang Lang gab es Gags am laufenden Band. Verwirrungen und Verwechslungen sorgten für einen stimmungsvollen Abend. Das Gute: Es gibt noch zwei Aufführungen am Samstag und Sonntag. Für beide Vorstellungen sind noch Restkarten verfügbar.

Schon der Beginn der Komödie lässt einiges erahnen: Drei Feuerwehrkameraden (Werner Robl, Martin Betz und Alexander Wedlich) torkeln nach einer durchzechten Übung nach Hause, um von dort aus gleich in den Urlaub zu starten. Die Besucher erfahren, dass es bei Feuerwehrkommandant Oswald Krause (Werner Robl) an jedem Samstag Geräuchertes mit Sauerkraut gibt. Während Krause mit seiner Frau Helga (Daniela Seidel) in die Karibik reisen will, wollen stellvertretender Kommandant Emil Lautenschläger (Martin Betz) und seine Frau Betty (Sabine Eger) eine Mittelmeerkreuzfahrt machen. "Des wird koa Kreizfohrt, sondern a Kreizwech", mutmaßt der stellvertretende Kommandant angesichts seiner Gattin. Für den dritten Feuerwehrmann Max Kaiser (Alexander Wedlich) reicht es dagegen nur zu einem Urlaub im Bayerischen Wald.

Abends Tango

Dabei wollen die beiden Feuerwehrkommandanten gar nicht in die Ferne reisen, sondern lieber nach Bad Füssing, wo sie alle Jahre immer alleine auf Kur waren. "Morgens Fango, abends Tango", lautet das Schlagwort. Als sie auf den Bus warten, der sie zum Flughafen bringen soll, erfahren sie von den Ehefrauen die Überraschung: "Wir fahren nicht in die Welt hinaus, nein wir fahren nach Bad Füssing. Und wir kommen mit."

Dort merken die beiden Herren schnell, dass es mit den Ehefrauen eine veränderte Situation gibt. "Es sind Superschnecken da. Aber unsere Alten sind dabei", so die Herren. Und dann merken die Frauen, dass sie noch Chancen bei der Männerwelt haben. Kurzerhand vereinbaren sie eine Auszeit. Die Männer dürfen machen, was sie wollen - und die Ehefrauen auch. Schnell finden die beiden Liebeswütigen mit Chantal (Jasmin Mayerhöfer) und Jacqueline (Christine Hößl) reizende Damen.

Auch die Frauen finden Abwechslung mit den österreichischen Kurgästen und Adeligen Ferdinand (Thomas Beer) und Adalbert (Alexander Derwart). Die beiden Landpomeranzen genießen die Verführungen der smarten Österreicher, während ihre Ehemänner bald über die hohen Kosten für ihre beiden turtelnden Gespielinnen jammern. Martin Betz: "So teure Weiber hatten wir noch nie."

"Herzensbrecher"

Das Geld schwindet; es muss etwas passieren. Und plötzlich kommen sie als aufgedonnerte US-Amerikanerinnen daher und gewinnen auf Anhieb die Herzen der beiden Österreicher. Damit sind die beiden Ehefrauen wieder für sie frei. Doch es gibt noch einige Wirrungen. Vor allem Helga macht von sich reden. So hat Masseuse Susi Weber (Denise Englmann) von Helga 300 Euro kassiert, als sie Werner Robl vorgaukelt, sie sei seine Tochter. Und zudem ist Helga mit Masseur Harry Gruber (Andreas Robl) liiert. Diskretion ist alles, stellt der Masseur treffend fest. Stürmischer und langanhaltender Beifall belohnte die zwölf Schauspieler für einen erstklassigen Abend.
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