Auf Menschenwürde achten

Ehrungen bei der CSU Fuchsmühl: Das Bild zeigt von links zweite Bürgermeisterin Andrea Hecht, Robert Fuchs, Josef Bayer, Alois Konz, Xaver Stock, Siegfried Ernstberger, Maximilian Heinzl, Richard Scherm, Albert Günthner, stellvertretenden Ortsvorsitzenden Markus Troesch und Bürgermeister Wolfgang Braun. Bild: wro
Politik
Fuchsmühl
19.02.2016
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Das Wildessen der CSU Fuchsmühl hat Tradition. Auch heuer servierte Bürgermeister Wolfgang Braun dabei eine politische Beilage. Mahnende Worte zum Thema Asyl durften da nicht fehlen.

Die CSU nutzte das Treffen, um verdienten Mitgliedern Dank zu sagen. Bürgermeister Wolfgang Braun bedauerte, dass Ehrenvorsitzender Heinz Schinner aus gesundheitlichen Gründen nicht an der Veranstaltung teilnehmen konnte. Schinner, der bereits seit 60 Jahren Mitglied des Fuchsmühler CSU-Ortsverbandes ist, habe die Gemeindepolitik aktiv mitgestaltet. Die Ehrung werde bei einem Besuch nachgeholt, versprach der Vorsitzende.

Es werde zurzeit viel Negatives erzählt, bedauerte Braun und bat darum, auch mal etwas Positives sagen zu dürfen. Der demografische Wandel bereite Sorgen, gestand der Bürgermeister. Doch aktuell entwickle sich der Landkreis wirtschaftlich gesehen gut. Das gelte auch für die Marktgemeinde Fuchsmühl und mache Mut. Wolfgang Braun: "Wir machen im Ort eine gute Politik. Wir müssen uns aber auch darum kümmern, dass sich die Leute im Ort wohlfühlen." Was zähle, sei Lebensqualität. "Das Leben hier ist noch bezahlbar, die Mieten sind günstig."

Das fertiggestellte Markthaus trage zur Lebensqualität bei, betonte Braun. "Es konnten zwölf zusätzliche Arbeitsplätze im Haus geschaffen werden." Das dürfe nicht unter den Teppich gekehrt werden. Mit der Schließung der Metzgereifiliale im Anwesen "Zum Schützen" habe man eine bittere Pille schlucken müssen. Ohne das Markthaus hätte man im Ort nicht einmal mehr einen Metzger. Erfreulich sei, dass der Kaffeegarten von allen Generationen gut angenommen werde.

Kritische Stimmen seien jedoch bis heute nicht verstummt, bedauerte der Bürgermeister. Ihnen trat Braun vehement entgegen: "Die Kosten wurden unterschritten." Dank der Stabilisierungshilfe sei das Haus jetzt schon bezahlt. Der Bürgermeister fasste zusammen: "Fuchsmühl liegt zentral. Das Leben im Ort ist lebenswert." An anderer Stelle kam er auf nötige Straßensanierungen zu sprechen, wobei er eine Abschaffung der Anliegergebühren ablehnte.

Stichwort Flüchtlingspolitik: Die Erfahrungen im Ort seien durchwegs positiv. Braun erteilte einer Ghettoisierung in Gemeinschaftsunterkünften eine deutliche Absage: "Wirtschaftliche Interessen haben bei der Wohnraumbeschaffung für Flüchtlinge nichts zu suchen!" Der Bürgermeister verlangte allerorts eine menschenwürdige Unterbringung der Hilfesuchenden. Er sprach sich für familiengerechte Wohngemeinschaften aus. Wolfgang Braun hob hervor: "Wir haben Flüchtlinge im Ort und kommen mit ihnen sehr gut zurecht!"

Das Schlusswort aber hatte nicht Wolfgang Braun. Stellvertreter Markus Troesch erinnerte an die 25-jährige Amtszeit Brauns, in der die Zahl der Mitglieder kontinuierlich gesteigert worden sei. Troesch dankte dem CSU-Vorsitzenden für dessen Arbeit: "Du bedankst dich bei allen Bürgern, Vereinen und Ehrenamtlichen. Niemand aber sagt dir Danke." Dies holte der stellvertretende Ortsvorsitzende nun nach und schloss: "Danke für deine unermüdliche Arbeit, auch für deine transparente Gemeindepolitik. Du bist Bürgermeister aller Bürger."

Treue MitgliederBeim politischen Wildessen zeichnete die CSU Fuchsmühl zahlreiche langjährige Mitglieder aus. 60 Jahre ist Ehrenvorsitzender Heinz Schinner Mitglied. Auf 45 Jahre bringen es Albert Günthner, Richard Scherm, Josef Bayer, Robert Fuchs und Siegfried Ernstberger. 35 Jahre: Alois Konz. 25 Jahre hält Xaver Stock der CSU die Treue. 20 Jahre sind es bei Maximilian Heinzl. (wro)
Wir haben Flüchtlinge im Ort und kommen mit ihnen sehr gut zurecht.Bürgermeister Wolfgang Braun
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